26.07.2026

Sechs Tage Moselkultur erlebten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der „Heilbronner Woche 2026“ der BSVW Bezirksgruppe Heilbronn.
Elisabeth und Wolfgang Heiler hatten auch diese Reise perfekt vorbereitet und organisiert: Bus und Busfahrer, Unterkunft und Verpflegung, Tagesausflüge und Führungen und die Begleitpersonen für die blinden und sehbehinderten Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Stationen der Tour waren Koblenz mit der Festung Ehrenbreitstein, das Touristenstädtchen Cochem und das dortige Senfmuseum, die Traben-Trarbacher Weinunterwelt, Bernkastel-Kues mit seinem Doctorweinberg, der Panoramasteg über Zeltingen-Rachtig und das ehemalige Zisterzienserkloster Machern mit seinem guten Klosterbier. Der absolute Höhepunkt war der Stadtrundgang in Trier. Der führte vom Karl-Marx-Denkmal zur Porta Nigra und von dort über das Dreikönigenhaus und die Judengasse zum Hauptmarkt, dann weiter zu Dom, Liebfrauenkirche und Constantinbasilika und endete im Garten des Kurfürstlichen Palais. An Tastmodellen konnten sich die blinden und sehbehinderten Touris ein Bild vom Aufbau der Stadt und der Architektur einiger Baudenkmale ertasten.
Die Rückreise verlief über die Eifel nach Andernach und dem Kaltwassergeysir. Dann fuhr der Bus durchs obere Rheintal und über die A61 zurück nach Heilbronn.
Martin Haug

Die Mosel lang
Es passte einfach wieder alles! Elisabeth und Wolfgang Heiler hatten die Moselfreizeit 2026 der Heilbronner BSVW-Bezirksgruppe perfekt vorbereitet und organisiert: Bus und Busfahrer, Unterkunft und Verpflegung, Tagesausflüge und Führungen und die Begleitpersonen für die blinden und sehbehinderten Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Das erste Etappenziel war Koblenz. Auf der Fahrt dorthin erläuterte Busfahrer Volker vom Busunternehmen Ernesti sehr anschaulich die vorbeiziehende Landschaft und gab Infos zu Städten und Sehenswürdigkeiten.
In Koblenz parkte der Bus in der Nähe des Deutschen Ecks, also am Zusammenfluss von Mosel und Rhein. Dann erfuhren die Ausflügler bei einer Stadtführung viel zur Koblenzer Geschichte, zu Sehenswürdigkeiten, Koblenzer Originalen dazu und warum man die jungen Koblenzerinnen und Koblenzer Schärgel nennt. Nach dem Stadtrundgang trug die Seilbahn die Gesellschaft über den Rhein und hoch zu einem Rundgang durch die Anlagen der Festung Ehrenbreitstein. Am Nachmittag schlängelte sich der Bus dann durchs untere Moseltal zum Hotel Deutschherrenhof in Zeltingen-Rachtig, dem Basiscamp für die Tagestouren der nächsten Tage.
Das Ziel der ersten Tagestour war Cochem, es ging also wieder moselabwärts. Auf dem Weg dorthin stoppte der Bus in Beilstein, dem „Dornröschen der Mosel“, am Fuße der Burgruine Metternich. Die Zeit für die Besichtigung des Örtchens war knapp bemessen, denn in Cochem war eine Führung in der Historischen Senfmühle gebucht, danach das Restaurant fürs Mittagessen und dann warteten schon die Stadtführerinnen mit dem Stadtrundgang. Die Stadt Cochem lebt heute weitestgehend vom Tourismus. Jährlich kommen etwa 1,5 Millionen Tagestouristen und 450.000 Übernachtungsgäste in die Stadt. Der Weinbau hat in den letzten Jahren sehr an Bedeutung verloren, viele der früheren Steillagen liegen heute brach. Aber das Städtchen hat sich großartig herausgeputzt. Schmuckes Fachwerk, enge Gässchen, nette Straßencafés, gemütliche Lokale und eine hübsche Promenade entlang der Mosel lassen am Fuße der alten Reichsburg schnell die richtige Urlaubsstimmung aufkommen.
Der zweite Ausflugstag führte die Moseltouristen in die Unterwelt von Traben-Trarbach. Traben-Trarbach war um 1900 nach Bordeaux der zweitgrößte Weinumschlagplatz Europas. Davon zeugen heute noch die riesigen, bis zu 100 Meter langen Weinkellergewölbe in der Altstadt und die herrlichen Jugendstilhäuser der Weinhändler. Bei zwei Kellerführungen erfuhren die Besucher interessante Details zu Weinbau, Kellertechnik und Weinhandel früher und heute dazu welchen Einfluss der Moselschieferboden auf die Aromen, das  Bouquet und den Säuregehalt des Moselrieslings hat. Getestet werden konnte dies während der Mittagsrast in der Straußwirtschaft des Weingut Comes. Von dort schlenderten die Touris zur nahegelegenen Anlegestelle und glitten dann auf der „Moselprinzessin“ moselaufwärts zur Anlegestelle beim Hotel Deutschherrenhof.
Am dritten Ausflugstag besuchten die BSV-ler am Vormittag das Städtchen Bernkastel-Kues. Während der Fahrt dorthin ging Wolfgang Heiler mit einem selbstgefertigten Tastmodell durch die Reihen und ließ die Mitreisenden daran die Lage der Moselorte, vor allem aber die vielen Schleifen und Windungen der Mosel ertasten, die der Fluss ins Tal zwischen Eifel und Hunsrück gegraben hat.
In Bernkastel führte der Touristguide die Gruppe zum historischen Marktplatz mit den Giebelfachwerkhäusern und dem Renaissance-Rathaus mit dem historischen Pranger. Natürlich informierte auch hier die Stadtführerin zum Weinbau an der Mosel und ganz besonders über den Weinberg „Bernkasteler Doctor“, der zu den teuersten Weinberglagen der Welt zählt.
Am Nachmittag brachte der Bus die Gruppe zum Panoramasteg am Parkplatz "Moselblick" hoch über Zeltingen-Rachtig. Nach einem kurzen Rundgang mit herrlichem Blick übers Moseltal ging es zum Nachmittagskaffee ins ehemalige Kloster Machern.
Augusta Treverorum war das Reiseziel am vierten Ausflugstag - die Stadt des Augustus im Lande der Treverer - das heutige Trier. Die Stadtführung begann am Denkmal von Karl Marx, der in Trier im Jahr 1818 geboren worden war. Die nächste Station war die Porta Nigra; dann führte die Tour vorbei am Dreikönigenhaus und der Judengasse zum Hauptmarkt. Von dort ging es zum Dom und der Liebfrauenkirche, dann weiter zur Konstantinbasilika und zum Garten des Kurfürstlichen Palais. An Tastmodellen konnten sich auch die blinden und sehbehinderten Touristen ein Bild vom Aufbau der Stadt und den wichtigsten Baudenkmalen ertasten.
Am nächsten Morgen begann die Heimreise nach Heilbronn. Über die Eifel erreichte der Bus nach einer guten Stunde Andernach am Rhein. Nach einem Vortrag im Geysir-Infozentrum besuchte die Reisegruppe nach einer kurzen Schifffahrt auf dem Rhein den mit rund 60 Meter höchsten Kaltwassergeysir  der Welt auf dem Namedyer Werth.
Zurück am Bus erfuhren die Reisenden vom kilometerlangen Stau auf der A61. Glück im Unglück - Volker lenkte den Bus, vorbei am Stau, durchs burgenreiche Obere Mittelrheintal, Weltkulturerbe seit 2002 - ein Zuckerle obendrauf!
Herzlichen Dank an unsere ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleiter!
Martin Haug

Zur letzten Tour im Juli waren nur fünf Teams der Heilbronner BSVW-Tandemgruppe auf die Piste gegangen. Nachdem Sitze und Pedale der Bikes auf die Maße der Piloten und Stalker eingestellt waren, rollte das kleine Feld durch Altböckingen hinüber zum Wertwiesenpark und dann auf der Sontheimer Neckarseite aufwärts nach Lauffen und Kirchheim.
Kurz nach Horkheim entdeckten die Radler die Überreste eines Bunkers in den Weinbergen und rätselten, ob dieser Teil der Neckar-Enz-Linie oder der Scheinanlage „Brasilien“ war.
In Kirchheim verließ der Verband das Neckartal. Über Hohenstein und Bönnigheim erreichte er nach einer kleinen Klettertour von 220 Höhenmetern den Gipfel des Michaelsbergs bei Cleebronn. Hier beschrieben die Piloten ihren sehgeschädigten Stokern den herrlichen Rundblick vom Stromberg, über den Heuchelberg bis zum Odenwald, den Löwensteiner Bergen und zur Schwäbischen Alb und einer erzählte die Legende von der Feder, die der Erzengel Michael hier auf dem Berg verloren haben soll. Dann umrundete die Gruppe das Gipfelplateau und fuhr zur Mittagsrast hinunter zum Christophblick.
Von dort ging es dann herrlich bergab über Bönnigheim, Meimsheim, Hausen und Nordheim hinunter ins Neckartal und über Klingenberg zurück zum Beratungshäusle am Sonnenbrunnen.
Martin Haug

01.08.2026

Wenn es eine Topliste der Events der Heilbronner BSVW-Bezirksgruppe gäbe, würde der Landesgartenschaubesuch in Ellwangen bestimmt einen der vorderen Plätze belegen. Elisabeth und Wolfgang Heiler hatten auch diesen Tag perfekt organisiert und dank der Unterstützung ehrenamtlicher Begleitpersonen konnten die blinden und sehbehinderten Touristen sehr schöne Eindrücke von der Schau mit nach Hause nehmen.
Klar, Gartenschauen sind vorrangig für die Augen konzipiert. Deshalb mussten bei den Führungen für die blinden und sehbehinderten Personen viele visuelle Eindrücke in anschauliche Sprachbilder übersetzt werden; eine besondere Herausforderung für Gästeführer und Begleitpersonen. Die Gartenschau Guides informierten beim Gang übers Gelände zu Besonderheiten der einzelnen Abschnitte: Schaugärten, Sport- und Spielanlagen, Skulpturenpfad, Wald-, Wiesen- und Flussareale. Die Begleitpersonen gingen dann ganz individuell auf die Fragen ihrer Partner ein, beschrieben Blumenbeete, deren Bepflanzung und das Zusammenspiel der Farben oder halfen auf dem Skulpturenpfad beim Ertasten von Formen und Materialien.
Die Klanginstallation „Aqua - music for a river“ des Komponisten Vincent Stange lud alle, unabhängig vom Sehvermögen dazu ein, das Wesen der Jagst musikalisch meditativ zu erleben.
Martin Haug

08.08.2026

Zur Mehrtages-Tandemtour der BSVW-Bezirksgruppe Heilbronn waren sieben Teams ins Altmühltal gekommen, Piloten und Stoker mit der Bahn, die Tandems in einem Sprintergespann. Nachdem das Fahrerlager in Gunzenhausen bezogen war, rollten sich die Biker 15 km um den Altmühlsee ein.
Am zweiten Tag wurden Brombach- und Igelbachsee umrundet und nach Einkehr in der Seeklause nochmals der Altmühlsee umkreist. Trotz der gefahrenen 65 Kilometer reichte die Power am Abend noch zu einem Besuch eines Stadtfests.
Am dritten Tag ging es nach Oberhöhberg, dann der Rezat entlang nach Spalt und wieder zurück zum Brombachsee. Nach 75 Tour Kilometern freuten sich alle über die Abkühlung im See.
Tour vier war nur 50 Kilometer lang, strapazierte aber wegen der Steigungen ganz schön die Waden. Sie ging zum Hahnenkammsee, dann entlang dem Rohrbach und zurück nach Gunzenhausen.
Zur letzten Tour gruppierten sich die Teams neu. Zwei Piloten und ein Copilot hatten jobbedingt am Abend zuvor abreisen müssen. So kamen bei dieser Tour auf fünf Piloten sechs Copiloten. Jetzt zeigten sich die Vorteile der Hase-Bikes, die sich zu Dreierzügen kombinieren lassen. Alle konnten mitfahren, schafften vor der Abreise noch 55 km und ein Plus von 3270 km aufs Konto der Bezirksgruppe bei der Heilbronner Stadtradelaktion.
Wolfgang Heiler

10.08.2026

Am Dienstag, dem 25. August 2026 konnten Mitglieder und Interessierte des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Württemberg e.V., Bezirksgruppe Hohenlohe, den Klinikneubau besichtigen.
Frau Heiß, Direktorin für Unternehmenskultur und Herr Feinauer, Pflegedirektor, empfingen die Gruppe und führten durch die verschiedenen Räumlichkeiten. Besonders hervorzuheben war der barrierefrei bedienbare und sprechende Aufzug, der eine selbständige Bedienung und Orientierung ermöglicht.
Der Bezirksgruppenleiter Wolfgang Heiler des BSVW, verwies an einigen Stellen auf noch zu ergänzende Markierungen und Informationen, welche zur durchgängigen, selbständigen Nutzung und Orientierung im Klinikgebäude notwendig sind. Beispielsweise die fehlenden Bodenindikatoren auf dem Gehweg, die es ermöglichen den Haupteingang aufzufinden.
Die Besucher waren allesamt von der durchdachten Planung und Gestaltung der Stockwerke beeindruckt.
Am Ende des Rundgangs bedankte sich der Bezirksgruppenleiter Wolfgang Heiler sehr herzlich für den individuellen Einblick für Blinde und Sehbehinderte.
Wolfgang Heiler

25.08.2026

Am ersten Septembersamstag gingen fünf Tandems der Heilbronner BSVW-Bezirksgruppe auf die Piste. Locker kurbelten die Teams entlang der B293 in Richtung Leingarten, wechselten am Bahnübergang Industriegebiet auf den Radweg und fuhren auf diesem dem Heuchelberg entgegen. Den ließen sie aber links liegen und nahmen Kurs auf Schwaigern. Dort drehten sie eine Runde durch die Altstadt, vorbei an Hexenturm, Rathaus, Stadtkirche und Schloss. Dann rollten die Räder weiter, vorbei an den Römerhöfen über Gemmingen nach Eppingen und dann, nach einem kurzen Kaffeestop, zurück nach Stetten am Heuchelberg. Jetzt war man gestärkt für einen Heuchelberganstieg. 150 Höhenmeter kletterten die Teams hoch zum Neuen Berg. Dort genossen sie das Mittagessen und den großartigen Ausblick übers Leintal bis hinüber zum Odenwald. Beim „Downhill“ ins Leintal zeigte sich die Erfahrung, die die Teams im Laufe der zurückliegenden Ausfahrten sammeln konnten. Die Kommunikation zwischen Piloten und Stokern klappte, die Piloten steuerten die Räder gekonnt über die kurvenreiche Abfahrt. Den Schwung der Abfahrt nutzten die Teams zur Weiterfahrt durchs Leintal, vorbei am Leintalzoo und Leingarten, auf dem Radweg entlang der Bahnlinie zurück zum Beratungshäusle. 58 Kilometer mit gut 400 Höhenmetern waren geschafft!
Martin Haug

20.09.2026

Warum sind im Pflaster diese Bahnen aus gerillten Bodenplatten verlegt? Wozu braucht man die Platten mit den Noppen? Kann man am Langstock erkennen, ob ein Mensch blind oder „nur“ sehbehindert ist. Wie merkt ein blinder Mensch, ob eine Fußgängerampel grün oder rot anzeigt? Warum sind an Straßenüberquerungsstellen die Bordhöhen nicht durchweg auf Null abgesenkt? Diese und viele andere Fragen zur Mobilität sehgeschädigter Menschen, aber auch zum Leben mit Augenerkrankungen, zu Freizeitangeboten für Sehbehinderte und Blinde, zu Beratung und Hilfsmitteln beantworteten Mitglieder des Blinden und Sehbehindertenverband Württemberg e.V. am Infostand der Heilbronner Bezirksgruppe beim Heilbronner Nachhaltigkeits- und Mobilitätstag. Vieles konnte anhand der ausgelegten Muster, Beispielgeräte und Broschüren erläutert werden. Gezeigt wurde auch die kostenlos downloadbare App LOC.id, die blinde und sehbehinderte Menschen durch ein Bluetooth-basierendes Funksystem in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens unterstützen kann, wie beim Navigieren in Gebäuden, beim Erkennen einfahrender Busse an Haltestellen, beim Auffinden von Fußgängerampeln, aber auch beim Erkennen von Baustellen und anderen Hindernissen. Erfreulich ist, dass diese Technologie schon in vielen Städten zum Einsatz kommt.
Martin Haug

07.10.2026

Als Dankeschön-Ausflug besuchten die Beiräte der Bezirksgruppe Heilbronn, des Blinden- und Sehbehindertenverband Württemberg, das Landwirtschaftliche Hauptfest neben dem Cannstatter Wasen. Nach einer gut funktionierenden Fahrt mit dem Schienenersatzverkehr am Dienstag, dem 29. September kamen die Reisenden pünktlich um 9:34 Uhr am U-Bahnsteig an. Matze Nagel, (blind) und Frau Anke Kreutzer erläuterten in einer ruhigen Ecke am Eingang, die Hintergründe zur Entstehung dieser Ausstellung:
Nach einer landesweiten großen Hungersnot im Jahre 1816, ausgelöst durch einen Vulkanausbruch in Indonesien (1815), veranlasste König Wilhelm und seine Frau Katharina, dieses Erntedankfest und gleichzeitig den Treffpunkt für Landwirte und die angeschlossenen Firmen, um die Landwirtschaft weiterzuentwickeln.
In der Folge entstanden u. a. die heutige Uni Hohenheim und die ausgedehnten Streuobstwiesen, um die Ernährung der Bevölkerung zukünftig sicherzustellen.
Die Beiratsmitglieder mit den Begleitungen besuchten die großen Ausstellungszelte und die Freiflächen auf 130.000 m².
Vor jedem Zelt berichtete Frau Anke Kreutzer über die Aussteller und die jeweiligen Fachthemen. Eine Gebärdendolmetscherin übersetzte die Erläuterung für eine hörgeschädigte Besucherin.
Ein besonderes Schmankerl war die Verkostung am Stand des Milchwirtschaftsvereins BW mit Käsewürfeln und einem erfrischenden Buttermilchdrink.
Vor dem Bereich der lebenden Tiere wie Pferde, Rinder, Schafe, Alpakas und weiterer Tiere, kamen alle Teilnehmer zu dem  Ergebnis, dass es unmöglich ist, diese Ausstellung für eine selbständige Begehung auszurüsten. Dies aus dem Grund, dass diese Ausstellung nur alle vier Jahre stattfindet und äußerst viele konfliktreiche Stellen abzusichern wären.
Nach einer gemütlichen Mittagsrast durfte unser Beiratsmitglied „Doro“ an einem Ausstellungsstand mit Stalleinrichtungen für Rinder, in der sogenannten Ku(h)schelbox eine Runde kuscheln.
Der Rückweg verlief, trotz Schienenersatzverkehr, reibungslos bis nach Heilbronn.
E. Heiler

08.10.2026

Die Stadtbibliothek Heilbronn wurde 2025 „Bibliothek des Jahres Baden-Württemberg“. Damals war Kulturbürgermeisterin Agnes Christner begeistert über die Entwicklung der Bibliothek, die neue Perspektiven eröffnet. Neue Perspektiven auch für seheingeschränkte Menschen? Diplombibliothekarin Dagmar Dolch, Fachbereichsleiterin der Stadtbibliothek, beantwortete diese Frage bei einer Führung für Mitglieder der Heilbronner Bezirksgruppe des BSVW mit einem klaren Ja. Die Stadtbibliothek hat heute Medien, Hilfsmittel und Angebote, die blinden und sehbehinderten Menschen den barrierefreien Zugang zu Literatur und Information ermöglichen. Vor Ort können CD-Hörbücher, auch im DAISY-Format und Tonies ausgeliehen werden. Die Onleihe ermöglicht es, E-Books und E-Audios direkt auf Smartphones, PCs, Tablets und E-Book-Reader herunterzuladen. Man benötigt dazu lediglich einen gültigen Bibliotheksausweis der Stadtbibliothek sowie ein passendes, internetfähiges Endgerät.

DAISY-Player und E-Book-Reader können entliehen werden. Tablets, Notebooks, ein Bildschirmlesegerät und ein Buchscammer stehen zur Nutzung in der Bibliothek bereit.

Das Bibliothekspersonal unterstützt gerne bei der Medienauswahl, der Gerätebedienung sowie bei Ausleihe und Rückgabe. Tolle Angebote, die man nutzen sollte. 

Frau Dolch in der Stadtbücherei

Bildbeschreibung: Rechts im Bild sitzen fünf Frauen auf hellen, stufig gebauten Holzbänken mit blauen Sitzpolstern. Im Vordergrund links steht eine Frau mit blonden, hochgesteckten Haaren, Brille und einem knielangen dunkelblauen Kleid. Sie trägt flache, helle Sandalen und erzählt den Frauen mehr zu Onleihe und barierefreiem Lesen in der Stadtbibliothek. 

Autor und Foto: Martin Haug

Tolle Begegnungen und klasse Gespräche hatten wir bei den Diversity Days 2026 der Hochschule Heilbronn. „Wenn Vielfalt gewinnt, gewinnen wir alle“ war das Motto der Tage. Über die Teilnahme an diesem Event hatten wir lange diskutiert. Für blinde und sehbehinderte Menschen ist die Arbeit am Infotisch eine echte Herausforderung. Hier werden Barrieren spürbar deutlich, Barrieren vor und hinter dem Infotisch. Hinter dem Tisch die eigenen, die durch die Seheinschränkung bedingten. Auf der anderen Seite des Tisches, die der Besucher: Berührungsängste mit Blindheit, Seheinschränkung und Behinderung.

Barrieren abbbauen kann, wer die Barrieren kennt. Deshalb hatten wir zum Barrierebrechen unser Dosenwurfspiel dabei. Geworfen wurde mit verbundenen Augen. Jubel und Abklatschen nach jedem Treffer - und schon war der Weg frei für Gespräche über Punktschrift und Braillezeile, Screenreader und Vorlesetools, barrierefreie Softwaren, über Blindenstöcke und Bodenleitsysteme, Augenkrankheiten, deren Ursachen und wie sie das Sehen verändern, zu Lupen, Lesegeräten und SmartphoneApps. Wir konnten einen Einblick geben in unsere Welt und zeigen, dass wir trotz Seheinschränkungen Durchblick haben.

Für uns, die Mitglieder der Heilbronner BSVW-Bezirksgruppe, waren diese Tage in jeder Hinsicht ein Gewinn.

Autor: Martin Haug

Stand mit Rollup und mit getapelten Blechbüchsen

Bildbeschreibung: Zu sehen ist ein Gehweg mit Pflastersteinen vor einem hellen Gebäude mit großen, dunklen Fenstern und einem Baum. In der Mitte steht ein weißer runder Stehtisch. Darauf stehen mehrere kleine Dosen in verschiedenen Farben (unter anderem orange, schwarz und rot), übereinandergestapelt. Hinter dem Tisch steht ein senkrechter Aufsteller. Oben auf dem Aufsteller ist das Logo und der Name einer Organisation, darunter eine Gruppe von mehreren Personen, die nebeneinander stehen. Ganz unten auf dem Aufsteller steht Text in Weiß auf lila Hintergrund: „Wir nehmen Zeit für Sie“. Foto: privat

Stilles Sponsoring bringt großen Nutzen

Auf dieses Event hatte Wolfgang Heiler lange gewartet: Den Online-Vortrag „Telefone für blinde und sehbehinderte Menschen“, im Rahmen der Vortragsreihe „Sehen mit Sehbehinderung“ des BSV-Württemberg.
Seit den Coronasperren 2020 hat sich Heiler zum Telefonspezialisten entwickelt. Damals war es ihm und seinem Bezirksgruppenbeirat schnell gelungen, Angebote wie Spieletreff, Gleichgewichtsgymnastik und Literaturstunde in Audiotreffs anzubieten. Schnell zeigte sich aber, dass sich viele Vereinsmitglieder zwar für diese Angebote interessierten, ihre Telefone jedoch für Telefonmeetings nicht geeignet waren. Heiler suchte nach Lösungen. Telefonhersteller hatten kein Interesse an Nischengruppen-Retrotechnik. Heiler gab nicht auf! Er brachte seine Ideen zu Papier, initiierte ein Projekt und machte sich auf die Suche nach Geldgebern und Netzwerkern. Über die Schwarz-Stiftung wurde der Kontakt zur Firma Targa Soest hergestellt. In vielen Treffen wurde ein Gerät konzipiert mit übersichtlicher, taktil gestalteter Tastatur, Anrufbeantworter, Audiotelefonbuch, Sprachausgabe und sprechenden Menüs. Nach fünfjähriger Vorbereitungsphase wurde das Targa-Seniorentelefon jetzt in Kleinserie produziert. Den Vertrieb des Geräts übernimmt der Lidl-Onlineshop. Danke an alle Sponsoren und Unterstützer!

Autor: Martin Haug

Eigentlich ist für sicheres Busfahren im ÖPNV alles geregelt: Das Fahrpersonal der Busse muss Rücksicht nehmen auf Menschen mit Einschränkungen, also auch auf solche mit Sehproblemen. In der Theorie ist alles klar! Die Praxis sieht oft anders aus: Busse halten nicht an den Einstiegsfeldern, fahren los, bevor der Fahrgast einen sicheren Platz gefunden hat, klemmen langsame Fahrgäste beim Aussteigen zwischen den Türen ein.
„Alles schon erlebt“, erzählt Martin Haug bei seinem Vortrag zum Busfahren im ÖPNV beim Maistammtisch des Heilbronner BSV. Oft hat er sich schon gefragt, warum das so ist und kam zu der Erkenntnis, dass es an der Kommunikation liegt. Die beginnt schon vor dem Einsteigen, an der Haltestelle. Hier muss das Fahrpersonal schon beim Heranfahren erkennen können, dass ein Mensch einsteigen möchte, der Unterstützung braucht. Für seheingeschränkte Menschen bedeutet das Kennzeichnung. Dafür gibt es drei Möglichkeiten: Weißer Blindenstock, gelbe Armbinden mit drei schwarzen Punkten oder den Hund im Führgeschirr. Nach dem Einsteigen ist es für den Fahrgast wichtig, das Fahrpersonal auf die Probleme aufmerksam zu machen: Fahrpersonal ansprechen, Probleme schildern, Fahrziel nennen. Rücksicht nehmen kann schließlich nur, wer weiß, dass Rücksichtnahme notwendig ist!

Autor Martin Haug

Erfolgreicher Kochtag

Kochen war das Thema zum „Tag der Sehbehinderung 2026“. Wie viele Facetten dieses Thema hat, war den Mitgliedern des Heilbronner BSVW-Bezirksgruppenbeirats bei der Vorbereitungen der Veranstaltung erst so richtig bewusst geworden. Für sehende Personen ist vieles rund ums Kochen kein Problem. Das ändert sich schnell, wenn die Sehkraft nachlässt. Gewohnte Abläufe funktionieren dann nicht mehr und plötzlich stehen die Betroffenen vor ganz neuen Herausforderungen: Wie wählt man Rezepte aus? Wie funktioniert der Einkauf? Wie organisiert man Küche und Bevorratung? Wie nutzt man Küchengeräte wie Herde, Waagen, Füllstandsanzeigen? Wie schont man die Fingerkuppen beim Zutatenschnippeln? Plötzlich wurde es interessant! Geräte und Hilfsmittel wurden genannt und beschrieben, Tipps gegeben und Tricks verraten. Schnell war sich der Beirat einig: Wir machen einen Kombitag mit Theorie- und Praxisteil! So brachte, wer ein spezielles Küchenhelferle hatte, dieses zum Sehbehindertentag mit und stellte es kurz vor. Danach kam die Praxis mit gemeinsamem Vorbereiten und Kochen und der Verkostung.
Der Tag war ein Erfolg! Es gab gute Infos und danach Steaks vom Grill, ein leckeres Letscho, dazu Baguette und Salat und zum Nachtisch Waffeln mit Erdbeeren in Vanillejoghurt.
Wiederholung erwünscht!

Autor: Martin Haug

12. Mai 2026 
Verfasst von Bernhard Weigand, Wanderführer
Gute Wetterbedingungen haben zehn Mitglieder des BSV und zwei weitere Gäste auf den Weg gebracht, an der Wanderung teilzunehmen. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln traf die Gruppe gegen 13:40 Uhr in Kaisersbach ein um sich dann auf den ca. 12 km langen Weg zu machen. Der Wanderführer des Schwäbischen Albvereins Ortsgruppe Beilstein, Bernhard Weigand, hatte die Route vorbereitet so dass man sich voll auf das Wandern konzentrieren konnte. Kaisersbach, einer von elf Teilorten von Beilstein, liegt auf ca. 370 m Höhe, ist einer der kleinen Teilorte und vermutlich um das Jahr 1100 entstanden.
Erklärtes erstes Ziel war die Apfelkönigin über Etzlenswenden welches über Feld- und Wiesenwege nach knapp einer Stunde erreicht war.
Vor ca. 24 Jahren wurde die Skulptur „Deutsche Apfelkönigin“ des Künstlers Peter Lenk auf einer Streuobstwiese oberhalb des Ortes aufgestellt. An einem Steilhang am Ortsende blickt die üppig geformte Frauenskulptur sinnend in die Landschaft.
Die Kunst von Peter Lenk gefällt nicht jedem: Seine Figuren sind oft unbekleidet und bieten meist einen ungeschönten Blick auf Körperformen oder -teile: Sie zielen meist auf Missstände in Politik und Wirtschaft und karikieren genüsslich die historische oder zeitgenössische (Polit-)Prominenz. Weiter bekannte Statuen sind in Lauffen am Neckar, in der Mitte eines Verkehrskreisels, Hölderlin im Kreisverkehr, sowie in der Hafeneinfahrt von Konstanz die Imperia.

Bildbeschreibung: Auf einer üppig-grünen Wiese steht die helle Steinskulptur „Deutsche Apfelkönigin“ des Künstlers Peter Lenk. Die knieende, nackte, weibliche Figur steht auf einer flachen Steinplatte. Sie hält die Arme hinter dem Kopf verschränkt. Der Kopf ist angedeutet, ohne erkennbare Gesichtszüge. Foto: privat

Weiter ging es, am Waldrand entlang und an Etzlenswenden vorbei, hinein in den Wald und über die „obere Rehsteige“ zum Tautzenbühl und dem zweiten Etappenziel, dem Anna-See. Der 1,0 ha große See liegt etwa drei Kilometer nordöstlich von Beilstein auf 376 m ü. NN im Beilsteiner Stadtwald, nahe dem Weiler Gagernberg. Der See wird insbesondere von der höhergelegenen Waldkuppe Tautzenbühl gespeist und natürlich durch den wasserundurchlässigen Lettenboden angestaut. Er entwässert über den etwa 1,0 km langen Annabach durch den Hangwald zum Söhlbach.
Nach einer angemessenen Pause wurde das letzte Teilstück angegangen, der Weg nach Beilstein. Zumeist durch Weinberge und dementsprechend befestigte Wege war es ein leichtes, das Ziel zu erreichen und bei der Schlusseinkehr im Lamm den Tag gebühren abzuschließen.

Bildbeschreibung: Eine Gruppe Menschen steht im hohen grünen Gras einer Wiese. Im Hintergrund stehen sattgrüne Büsche, darüber ein bewaldeter Hang. Die Personen tragen wetterfeste Kleidung, Mützen, Hüte und eine Person trägt einen Regenschirm. Der Wanderführer Bernhard Weigand, in der Bildmitte, erläutert mit erhobenem Arm die Szenerie. Foto: privat

Für die zweite Powerwanderung der Bezirksgruppe Heilbronn hatte Wanderführer Gerald ein Highlight vorbereitet. Mit dem RE45 fuhren die Wanderer in die Melanchtonstadt Bretten. Von dort aus hatten sie bis zum ersten Etappenstopp, der Waldensergemeinde Kleinvillars, auf einer Strecke von sechs Kilometern gute 100 Höhenmeter zu meistern. Von Kleinvillars waren es 1,5 Kilometer zum Aalkistensee, einem der vielen Seen, die vor gut 800 Jahren von den Mönchen des Klosters Maulbronn zur Versorgung des Klosters mit Fischen, angelegt worden waren. Nach einem kurzen Fotostopp am See zogen die Wanderer weiter zum nahegelegenen Elfinger Hof, einem früheren Wirtschaftshof des Klosters Maulbronn, der hübsch eingebettet zwischen Wald und Weinbergen liegt. Der Hof ist berühmt für den Elfinger Wein. Der hat seinen Namen einer Legende zufolge davon, dass die Maulbronner Mönche während der Fastenzeit den Wein nur von ihren in den Wein eingetauchten Fingern ablutschen durften und sich deshalb einen elften Finger wünschten.
Das nächste Etappenziel war Knittlingen, die Geburtsstadt des Wanderalchimisten Dr. Faust, dem neben Knittlingen auch Goethe ein Denkmal gesetzt hat.
Von Knittlingen waren es fünf Kilometer zurück nach Bretten. Ein herrlicher 16-Km-Trip! Danke an Gerald und die ehrenamtlichen Guides.

Verfasser: Martin Haug

 

April 2026
Herrliches Osterwetter! Sechs Tandems rollten neckartalabwärts nach Neckarsulm. Gestartet waren sie beim Beratungshäusle des Blinden- und Sehbehindertenverbands im Böckinger Karl-Anspach-Weg.
In Neckarsulm schwenkten die Radler ins Sulmtal ab und kurbelten auf flacher Strecke, vorbei an Blumengärten, noch unbelaubten Weingärten und frühlingsgrünen Streuobstblumenwiesen bis nach Sülzbach. Hier wandte sich der Pulk in südliche Richtung Lehrensteinsfeld zu und kletterte, nachdem der Ort durchfahren war, durch die Weinberge gute 130 Höhenmeter hoch in die Gipfellagen des Heilbronner Waldes. Dann ging es runter ins Schotzachtal. Die Abfahrt forderte den Teams einiges an fahrerischem Können ab. Die sehenden Piloten kündigten ihren sehbeeinträchtigten Stalkern Kurven an, gaben Brems- und Beschleunigungskommandos. So ging‘s rasant durch Ober- und Unterheinriet, hinein nach Ilsfeld und von dort, der Schotzach entlang, über Talheim nach Horkheim. Jetzt war man wieder auf dem Neckartalradweg. Zum Endspurt, am Fluss entlang, traten die Teams noch einmal kräftig in die Pedale und erreichten nach 55 gefahrenen Kilometern wieder den Ausgangspunkt. Ein herrlicher Tandemtag, der Dank des ehrenamtlichen Engagements unserer Piloten möglich war.

Verfasser: Martin Haug

16.März 2026
Wenn blinde und sehbehinderte Menschen über KI reden, dann tun sie das oft im Zusammenhang mit KI-gestützten Smartphones und Apps, die Dinge möglich machen, die in der Vor-Smartphone-Ära unmöglich waren. Moderne Smartphones können Texte vorlesen, Szenen beschreiben, navigieren und vieles mehr. Sie sind über Touchgesten und über Sprachbefehle bedienbar, besitzen integrierte Screenreader und kommunizieren mit den Anwendern über Sprache. Ein Problem ist, dass es unzählige Apps gibt, die ausgewählt, installiert, eingerichtet und bedient werden müssen und dass viele potentielle Anwender mit all diesen Dingen überfordert sind.
Vielleicht war das ein Grund dafür, dass etwa 30 Interessierte zu Wolfgang Luxenhofers Vortrag zum VoxiVision der Firma HelpTech, einem mobilen KI-basierten Lesegerät in modernem Smartphonedesign, ins Beratungshäusle des BSV-Heilbronn gekommen waren. Im VoxiVision sind viele für blinde und sehgeschädigte Menschen wichtige Funktionen unter einer einheitlichen Oberfläche zusammengeführt. Bedient wird das Gerät über drei haptische Tasten und Touchgesten, es ist aber auch über Sprachbefehle steuerbar. Nach dem Vortrag wurde getestet und diskutiert. Fazit: Das Gerät bereichert den Hilfsmittelmarkt; für Ungeübte ist es ohne Training schwer zu bedienen.

Verfasser: Martin Haug

Die Personalabteilung von Lidl Europa hat sich im Rahmen einer eintägigen Fortbildung ehrenamtlich in Zusammenarbeit mit dem BSV W Heilbronn engagiert. Die Idee war, im Zusammenwirken mit Menschen mit Sehbehinderung oder Erblindung und dem direkten Austausch, die alltäglichen Einschränkungen mitzuerleben.
Dazu fanden sich am 10.12. rund 30 Lidl-Mitarbeiter und 13 Menschen mit Seheinschränkung oder Erblindung in der Schulküche der Hermann-Herzog-Schule in Heilbronn ein. An fünf Arbeitstischen wurde gerührt, geknetet, geformt und ausgestochen.
An den Tischen fanden intensive, interessante Gespräche statt, dies besonders deshalb, da Personen aus vielen europäischen Ländern vertreten waren. Einige mutige Mitarbeiter nutzten die Gelegenheit, unter einer Demobrille, welche eine Augenkrankheit simuliert, zu arbeiten.
Dieser Selbstversuch war bei einigen sehr „beeindruckend“, was James aus England mit „crazy“ kommentierte.
Nachdem alle Weihnachtsplätzchen gebacken waren, geputzt und aufgeräumt war, sangen alle zum Abschluss noch das Weihnachtslied „Leise rieselt der Schnee“ für den akustischen Adventskalender.

Der Bezirksgruppenleiter Wolfgang Heiler bedankte sich bei allen für das gelungene und beeindruckende Projekt sowie das eingebrachte Engagement.

Foto privat: *Arbeitstisch „Vanillekipferl“ und *Arbeitsimpressionen

20251210 Arbeitstisch 4 Vanillkipferl Lidl Weihnachtsbacken

20251210 Gruppe aktiv Lidl Weihnachtsbacken

Heilbronn, den 19.12.2025 Heiler BGL

Im Rahmen einer stimmungsvollen Weihnachtsfeier trafen sich am Samstag, 13. Dezember Blinde, Sehbehinderte, Begleiter, ehrenamtliche Helfer, Tandempiloten und die Kommunale Behindertenbeauftragte des Landkreises, Julia Heyduk. Die Stadträte von CDU, SPD, FDP, Linke und AFD der Stadt Heilbronn, hielten ein kurzes Grußwort. Die rund 95 Personen durften sich im Heinrich-Fries-Haus bei Kaffee und Kuchen auf die Weihnachtszeit einstimmen. Die Seelsorgebeauftragte der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Monika Schaufler bereicherte die Veranstaltung mit einem Impulsvortrag. Musikalisch wurde die Weihnachtsfeier von Familie Piatschek gestaltet.
Höhepunkt der Feier war die Ehrung langjähriger Mitglieder, die zwischen 25 und 35 Jahre dem Verband die Treue hielten.
Jedes zu ehrende Mitglied konnte sich kurz vorstellen und aus den zurückliegenden Jahren erzählen.
Der Bezirksgruppenleiter überreichte ein kleines Geschenk und eine barrierefreie Urkunde.
Die Anwesenden sangen einige Weihnachtslieder, die am Klavier von Charlotte Piatschek begleitet wurden.
Wolfgang Heiler dankte Allen für die Unterstützung im vergangenen Jahr und stimmte mit einem kleinen Ausblick auf das kommende Jahr ein.
Mit guten Wünschen für das neue Jahr beendete er die Veranstaltung und wünschte allen Anwesenden einen guten Heimweg.

 20251213 Weihnachtsfeier Jubilare

von links: Thomas Müller, Wolfgang Heiler, Thomas Flach; Foto: privat 

Heilbronn, den 27.12.2025 Heiler BGL

Blindenverband Heilbronn und Hohenlohe testet Zugänglichkeit der Bedienterminals bei Banken
Im Rahmen der Woche des Sehens 2025 testeten die Mitglieder der Bezirksgruppen Heilbronn und Hohenlohe bei vier Bankfilialen die Zugänglichkeit der Bedienterminals.
Ausgestattet mit den entsprechenden Klinkenbuchsen-Kopfhörern stellten sich die Interessierten in einer Brackenheimer Bankfiliale ein. Zuerst fand ein intensiver Austausch mit einem Bankangestellten statt, darin konnten die Schwierigkeiten beim Auffinden und Bedienen der Geräte besprochen werden.
Jeder Teilnehmer konnte den sprechenden Geldautomaten selbständig bedienen und sich von der gut verständlichen Sprachausgabe überzeugen.
Auf die fehlenden Glasflächenmarkierungen wurde hingewiesen, davon konnte sich der Mitarbeiter mittels einer Demobrille selbst ein „Bild“ machen.
Dies wiederholte sich in den Bankfilialen in Heilbronn und Öhringen. Ein High light war die „Bedienzelle“ in der Öhringer Volksbankfiliale.
Dieser gläserne Nebenraum ermöglicht die unkomplizierte Kontaktaufnahme zu einem Mitarbeiter mittels Videocall.
Auf dem Bedientisch fanden sich zwei Aktionsflächen, eine für Dokumente, welche die Bankmitarbeiter einsehen können und einer kleineren Glasfläche auf diesen Unterschriften geleistet werden können.
So ist es möglich, selbständig Überweisungen oder sonstige Bankgeschäfte barrierefrei, auch außerhalb der Öffnungszeiten zu tätigen.
Der Bezirksgruppenleiter Wolfgang Heiler empfiehlt jeder Person mit Seheinschränkung, sich an den Geräten einweisen zu lassen, damit die Angst vor der Bedienung verloren und das komplette Programm kennengelernt werden kann.

2025 10 WDS barrierefreier Geldautomat hringen

Barrierefreier Geldautomat in Öhringen im Test von drei Personen, Foto: privat

2025 10 WDS Bedienzelle Voba hringen

Die Bedienzelle der Volksbank Öhringen, Foto: privat

Heilbronn, 9.11.2025 Heiler BGL

Heilbronner Bezirksgruppe vom Blinden-und Sehbehindertenverband erkunden Regensburg und Umgebung.
Am Freitag, 12. September startete der Reisebus mit gut gelaunten Mitreisenden in Richtung Niederbayern. Nach problemloser Anreise stärkte sich die Gruppe bei einem rustikalen Mittagessen im Weißbräuhaus in Regensburg. Die anschließende Stadtführung begeisterte alle Teilnehmer durch die lebhaften Ausführungen der Gästeführerinnen.
Müde aber glücklich, bezogen die Urlauber ihre Zimmer im Hansa-Apart-Hotel Regensburg.
Nach einem ausgiebigen Frühstück führte die kurze Busfahrt zum ehemaligen Kloster St. Emmeram, dem aktuellen Sitz der Fürstenfamilie von Thurn und Taxis. Die blindengerechte Führung durch die weitläufige Residenz mit den Gästeführern war äußerst interessant, besonders die Entstehungsgeschichte der Fürstenfamilie. Nach einer Mittagsrast wanderte die Gruppe auf den Hügel zur Walhalla. Der bei Donaustauf gelegene, griechisch anmutende Ruhmestempel versetzte alle in Ehrfurcht. Die Marmorbüsten von „verdienten, deutschsprachiger Männer und Frauen“ zieren unter anderem den Innenraum.
Eine Rundfahrt führte die Gruppe am Sonntag durch den bayrischen Wald nach Bodenmais, wobei der mitfahrende Gästeführer die Landschaft und Gegebenheiten lebhaft erläuterte.
In der Glasbläserei konnte die Ausstellung besucht und in einer Vorführung der Vorgang der Glasherstellung beobachtet werden. Am Nachmittag führte der Weg entlang des Arber- Sees zurück nach Regensburg.
Die Klosteranlage Weltenburg war am Montag das Ziel. Das direkt an der Donau gelegene Kloster mit Klosterkirche beeindruckte in seiner Architektur. Die dazugehörige Brauerei lud mit seinem Biergarten zu einer typisch bayrischen Mittagsrast ein. Nach kurzem Fußweg unternahm die Gruppe eine Schifffahrt, durch den Donaudurchbruch nach Kelheim. Zwei Gästeführer empfingen die Gruppe nach einer kurzen Anreise am Parkplatz der Befreiungshalle. Die Befreiungshalle Kelheim ist eine Gedenkstätte von König Ludwig I., die zwischen 1842 und 1863 erbaut wurde, um an die siegreichen Befreiungskriege gegen Napoleon (1813–1815) zu erinnern. Der monumentale Rundbau thront auf dem Michelsberg und soll das "Heil des deutschen Heldentums" feiern. Die Fassade ist mit 18 Kolossalstatuen verziert, und im Inneren stehen 34 Marmorstatuen der Siegesgöttinnen.
Eine Fahrt durch den Naturpark Altmühltal – entlang des Main-Donau-Kanals – führte am Dienstag zur mittelalterlichen Burg Prunn in Riedenburg. Bei einer Führung wurde das mittelalterliche Burgleben anschaulich vermittelt. Auf die Frage, ob es in der Burg spukt, verneinte der Gästeführer. Er sei schon 700 Jahre in der Burg und habe noch nie einen Geist gesehen.
Der Nachmittag konnte zur freien Verfügung in Regensburg genutzt werden. Ein kleiner Spaziergang vorbei an der Wurstkuchl, zur steinernen Brücke über die Donau und die gut erhaltene historische Innenstadt, luden zum Verweilen ein.
Am Abreisetag wurde noch der beeindruckende Regensburger Dom besichtigt. Die Gästeführerinnen erläuterten viel Wissenswertes über die baulichen Entwicklungen und verrieten Geheimnisse, welche nur Ortskundige erfahren konnten. Darunter ein Teufel mit seiner Großmutter und der einzige lachende Engel im ganzen Dom.
Nach dieser beeindruckenden Woche in Gemeinschaft, waren alle Teilnehmer / innen müde im Heimatbahnhof Heilbronn angekommen und machten sich auf den Heimweg.

Elisabeth und Wolfgang Heiler

20250915 HN Woche Gruppenfoto St Emmeran

Gruppenbild mit Gästeführern vor dem Schloss St. Emmeram, dem Sitz der Fürstenfamilie Thurn und Taxis, Foto: privat

Bei einer Sonderführung begleiteten die Museumspädagoginnen Heike Mühl und Beate Stief-Finkbeiner Mitglieder des BSV-Heilbronn durch die Ausstellung „Cosmos Busse“ der Kunsthalle Vogelmann Heilbronn. Die Führung begann am Bild „Selbstbildnis im Spiegel“ der Malerin Hal Busse, mit einer Erläuterung zum Bild und einigen Daten zum Leben der Künstlerin: Geboren 1926, ab 1946 Kunststudium in Stuttgart, Studienaufenthalte in Paris. Am Bild einer Pariser Stadtszene der 1950er-Jahre, gab es Infos zur Maltechnik des Bildes und ein Edith-Piaf-Chanson. Es folgte ein großformatiges Gemälde, kombiniert aus einer Vielzahl roter Punkte unterschiedlichster Nuancen - dynamisches Menschengewimmel. An verschiedenen Badebildern wurde gezeigt, wie Busse beim Darstellen menschlicher Körper mit unterschiedlichen Maltechniken experimentierte, um im Zusammenspiel von Technik und Farben immer wieder neue Effekte zu erzielen. Die Haltung der dargestellten Körper wurde an Gliederpuppen nachgestellt und war so von den blinden Teilnehmern tastbar. Es folgten großformatige Gemälde mit mosaikartigen Oberflächen in kräftigen Farben. Busse erzeugte diesen Effekt durch über die Leinwand gespannte Netze und dick aufgetragenen Ölfarben. Eine barrierefreie Führung wie aus dem Bilderbuch! Wiederholung erwünscht!

Verfasser; Martin Haug

Spiele spielen ist für blinde und sehbehinderte Menschen mehr als bloßer Zeitvertreib. Durch Spiele spielen können Gehör, Geruchs- und Tastsinn, Aufmerksamkeit, Orientierungs- und Konzentrationsvermögen und so die Sinne, die zum Ausgleich visueller Defizite notwendig sind, trainiert werden.
Beim Januarstammtisch des Blinden und Sehbehindertenverbands Heilbronn, präsentierten Angelika und Wolfgang Moser Solo- und Gesellschaftsspiele, die an die Belange seheingeschränkter und blinder Personen angepasst sind. Für Menschen mit Seheinschränkungen sind vor allem klare Schriftbilder und gute Kontraste wichtig, für blinde Menschen müssen Linien und Elemente auf Spielbrettern und Würfeln sowie die Unterschiede der Spielfiguren gut ertastbar sein. Bei den vorgestellten Spielen stand das Tasten im Vordergrund: Das Erkennen gewürfelter Augen, der eigenen und der gegnerischen Spielsteine und deren Positionen auf dem Spielbrett, das Setzen und Verschieben der Spielfiguren, die Richtung in der die Spielsteine beweg werden dürfen. Bei einfachen Spielen, wie dem gezeigten Zickzackspiel gelingt das noch relativ leicht, schwieriger wird die Sache bei komplexeren Spielen wie Mühle oder Dame.
Bei jedem der gezeigten Spiele konnte nach der theoretischen Vorstellung praktisch ausprobiert werden. 

Verfasser: Martin Haug

Bei der Jahreshauptversammlung 2026 der Heilbronner Bezirksgruppe des Blinden und Sehbehindertenverband Württemberg e.V. informierte Bezirksgruppenleiter Wolfgang Heiler, nachdem die Regularien abgearbeitet waren, zu Angeboten, die blinden und sehbehinderten Menschen im Alltag weiterhelfen können.
Das Lädle in der Ortsmitte ist in vielen Gemeinden schon lange Geschichte. Einkaufen mit Blindenstock und Einkaufstrolley im Supermarkt am Ortsrand erzeugt oft mehr Frust als Lust. Abhilfe? Lebensmittellieferservices, wie picnic, der Supermarkt auf Rädern kann das Leben leichter machen.
Flexibel sein, trotz Seheinschränkung, auch abends und an Wochenenden. Rufbusse machen´s möglich. Im Bereich des HNV gibt es dafür einige Möglichkeiten: Rufbus Untergruppenbach, Rufbus Hohenlohekreis, buddy Nachtshuttle Heilbronn, On-Demand Gundelsheim, bw shuttle Kirchardt, Rufbus Eppingen & Rufbus Schwaigern. Ein Anruf genügt.
Wenn Menschen in unsere Sehberatung kommen, klagen viele darüber, dass sie ihre Tageszeitung nicht mehr lesen können. Wolfgang Heiler empfielt dann immer die „Heilbronner Stimme“ als ePaper. So kann Zeitung am PC, Tablett oder Smartphone gelesen und über Sprachausgabe vorgelesen werden. Ein Angebot, das sich lohnt!

Verfasser: Martin Haug

 

Das Wetter war heiter bewölkt, die Temperatur angenehm mild - ideale Bedingungen also für Aktivitäten im Freien. Für sieben Tandemfahrer der Heilbronner Bezirkgruppe des Blinden und Sehbehindertenverbands Württemberg, ein guter Grund, die Räder aus der Garage zu holen und nach einem kurzen Radcheck zum ersten Mal in diesem Jahr auf die Piste zu gehen. Auf zwei Zweier- und einem Dreier-Tandem ging die Tour vom Beratungshäusle im Böckinger Karl-Anspach-Weg über Biberach nach Bad Rappenau. Dort trafen die Radler Uli, einen ihrer Piloten, der dort nach einer Hüftoperation wieder fit gemacht wird. Nach einem Schwätzle ging es dann weiter über Siegelsbach ins Neckartal hinunter nach Gundelsheim und von dort neckaraufwärts über Neckarsulm zurück zum Ausgangspunkt. Lockere Stimmung und zufriedene Gesichter am Ziel: Tandems und Besatzungen waren während der Wintermonate nicht eingerostet. Ein herzliches Dankeschön der blinden bzw. sehbehinderten Stoker an ihre Piloten für eine herrliche Februar-Abschlusstour, die ohne deren ehrenamtliches Engagement nicht möglich gewesen wäre.

Verfasser: Martin Haug

Verärgert berichtet ein Mitglied der Heilbronner BSV Bezirksgruppe am Telefon, dass er das Umsteigen am ZOB Brackenheim nicht mehr schafft.
Bezirksgruppenleiter Wolfgang Heiler hört zu, beruhigt und verspricht, sich um die Sache zu kümmern.
Zum ersten Abklären des Sachverhalts lädt Heiler den Anrufer, Rehalehrer Chris Liske und Martin Haug zu einem Ortstermin am Busbahnhof ein. Wir simulieren das Umsteigen von Bus A, der im Wartebereich steht, zu Bus B, der von Bussteig 4 weiterfährt, erläutern dabei die auftretenden Probleme und deren Ursachen.
Wolfgang Heiler meint, dass einige der Schwierigkeiten durch eine Schulung des Betroffenen zu lösen sind, dass aber, seit der Inbetriebnahme des Bahnhofs, die Anlage verändert, das Blindenleitsystem aber nicht angepasst wurde. Heiler schlägt vor, einen zweiten Ortstermin mit Vertretern der Stadt Brackenheim, des Landratsamts und dem Verkehrsverbund zu vereinbaren.
Wenige Tage später findet dieses Treffen statt. Die Probleme werden geschildert und diskutiert, Lösungsmöglichkeiten erörtert, Aufgaben für die zuständigen Verwaltungsstellen formuliert.
Bis zur baulichen Anpassung wird es sicher noch einige Zeit dauern. Kurzfristig können wir die Probleme nur durch Schulung der Betroffenen entschärfen.

Verfasser: Martin Haug

Zur ersten Tandemausfahrt im März hatten sich fünf sehgeschädigte Personen bei Bezirksgruppenleiter Wolfgang Heiler angemeldet. Heiler kontaktierte die ehrenamtlichen Tandempiloten und koordinierte dann Teams und Tandems.
Am Tag der Ausfahrt herrschte ideales Tandemwetter, die Räder waren frisch geputzt und der Tourstart klappte pünktlich um 9:30 Uhr beim Beratungshäusle am Karl-Anspach-Weg. Die Tandems rollten hinüber zum Neckar und dann auf dem Neckartalweg weiter Richtung Lauffen. Vor dem Lauffener Zementwerk war ein kurzer Beratungsstop notwendig, da der Neckarweg in diesem Bereich wegen Felssturz im Februar immer noch gesperrt war. Über einen kurzen Abstecher auf der B27 kamen die Teams zurück auf dem Radweg, dem Neckar entlang, vorbei an Kirchheim und Walheim nach Besigheim. Vor Besigheim wurde am Fuß der Himmelsleiter kurz gerastet. Die Tandemfahrer erfuhren, dass die Himmelsleiter ein Wengertstäffele ist, das über 400 Stufen durch die Besigheimer Steillagen hoch zum Aussichtspunkt Weinkanzel führt. Da zum Aufstieg Trittsicherheit notwendig ist, fiel die Weiterfahrt leicht. Entlang der Enz, mit herrlichem Blick auf das mittelalterliche Besigheim, hatten die Piloten den Mitfahrenden an diesem Tag viel zu beschreiben. Zurück ging´s wieder über Lauffen mit Rast im Dächle.

Verfasser: Martin Haug

Entlang dem Blindenleitsystem über den Bahnhofsvorplatz
Zum Auftakt der Woche des Sehens 2025 führte Wolfgang Heiler, Leiter der Bezirksgruppe Heilbronn des BSV Württemberg e.V., eine Gruppe blinder und sehbehinderter Menschen und deren Begleiter entlang dem Bodenleitsystem über den Heilbronner Hauptbahnhofsvorplatz.
Heiler erläuterte Leitstreifen und Aufmerksamkeitsfelder, deren Funktion an Gleis- und Straßenquerungen, an Bahnsteigkanten, Informationssäulen und an den Einstiegspunkten der Bushaltestellen. Er erklärte auch die Handhabung der Vibrationsplatten der Signalgeräte an den Bahnübergängen und die akustischen Signalgeber an den Fußgängerampeln.
Während der Führung testete Martin Haug die KI-gestützte Assistenz-App seines Smartphones. Die App erkannte vom Bahnhofausgang aus den Einstieg ins Bodenleitsystem, die Gleisanlage der Stadtbahn und die Wegweiser zum Taxistand. Schilder mit Infos zu den S-Bahn-Haltestellen sind leider noch nicht montiert, wären aber sehr hilfreich. Auf den Bahnsteigen erkannte die App die noch vorhandenen Baustellen, die Sicherheitsstreifen an den Bahnsteigkanten sowie die Texte auf Infoschildern und Anzeigetafeln. Die Bilder wurden mit der Handykamera erfasst, von der KI in Sprache umgewandelt und über den Lautsprecher des Handys ausgegeben.

Hilfsmittel Smartphone
Das Smartphone als Helfer wenn das Sehvermögen nachlässt, war Thema eines Infonachmittags zur „Woche des Sehens 2025“ im Beratungshäusle der BSV-Bezirksgruppe Heilbronn.
Smartphones mit dem Betriebssystem iOS sind seit Jahren Vorbild auch im Bereich barrierefreier Bedienung. Aus diesem Grund werden die Geräte gerne von blinden und sehgeschädigten Menschen verwendet.
Aber wie steht es um die Barrierefreiheit bei Android-Smartphones?
In seinem Vortrag zeigte Martin Haug Möglichkeiten zur barrierefreien Bedienung dieser Geräte.
Zuerst zeigte er, wie sich die Oberfläche eines Smartphones auf die Bedürfnisse sehgeschädigter Menschen anpassen lässt: Vergrößerte Schrift, vergrößerte Icons, Farbumkehr, Anpassung auf Farbfehlsichtigkeit, Bildschirmzoom u.v.m.
Im zweiten Teil seines Vortrags stellte Haug Möglichkeiten der Handybedienung über eine Screenreader-App und über eine App zur Sprachsteuerung vor.
Dann zeigte er Beispiele von Apps zum Vorlesen von Texten, Beschreiben von Szenen, zur Geldscheinerkennung, zum Barcodelesen, eine Lupen- und eine Navigations-App.
Im Anschluss an diesen Vortrag zeigte Wolfgang Heiler, wie und wofür er die Sprachsteuerung seines iPhone nutzt, nannte Apps, die ihm im Alltag weiter-helfen und wies auf das Schulungsangebot der Heilbronner Bezirksgruppe hin.

Mit Infotisch und Showdownpatte bei der HHS
Zum „Tag der offenen Tür“ der Hermann-Herzog-Schule Heilbronn, hatten die Gäste der Heilbronner BSV-Bezirksgruppe einen Infotisch und die Blindentischtennisplatte mitgebracht. Die Angebote wurden genutzt: Es gab gute Ge-spräche, Infomaterial wurde verteilt, kleine Hilfsmittel gezeigt und es wurde viel gespielt.
Auch die Gäste lernten viel Neues: Die Lehrerinnen und Lehrer der Schule fördern und begleiten seheingeschränkte Kinder und Jugendliche ab dem Kleinkindalter bis zum Eintritt ins Berufsleben. Natürlich gibt es auch Beratung für die Eltern. Im Förderverein der Schule können sich die Familien treffen und austauschen.
Die Klassenzimmer sind gut beleuchtet und entsprechend der Klassenstufen mit technischem Equipment ausgestattet. Für die jüngeren Kinder gibt es Notebooks in bunten Schutzrahmen, für die Großen Kamerasysteme, die sowohl den Tafelanschrieb, als auch den Inhalt aufgeschlagener Buchseiten auf den Arbeitsplatzbildschirm übertragen können.
Fröhlicher Betrieb im ganzen Haus. In der Schulküche wird gebacken, in der Turnhalle gespielt, im Werkraum gesägt, geschliffen und geleimt, auf den Fluren gekocht, gebacken und geschwätzt; es riecht lecker nach Waffeln und Zimt, nach Würstle und Steaks.
Fazit eines älteren Dreipunktknopfträgers: „Tolle Schule! Toller Tag!“

Verfasser: Martin Haug, stellvertretender Bezirksgruppenleiter BG Heilbronn

Barrierefreiheit bei Bezahlterminals
Am 28. Juni 2025 tritt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt dürfen Bezahlterminals, egal ob mit Tastatur oder Touchscreen, nur dann vermarktet werden, wenn sie auch von blinden oder seheingeschränkten Menschen selbständig zu bedienen sind.
Zum Tag der Sehbehinderung 2025 zeigte Joachim Klinger von der Firma First Data im Beratungshäusle der Heilbronner Bezirksgruppe des BSV Württemberg, wie verschiedene Terminalhersteller das Thema Barrierefreiheit bei ihren Geräten lösen. Klinger zeigte eine Hardwarelösung mit mechanischer Tastatur, die auf den Touchscreen gelegt wird und reine Softwarelösungen, bei denen ein Piepton signalisiert, wenn die erste „Taste“ des Screens berührt wird.
Im Anschluss an den Vortrag wurde heftig getestet und diskutiert. Fazit: Für blinde und stark sehbehinderte Personen sind die gezeigten Geräte kaum bedienbar. Eine Sprachausgabe der auf den Screens dargestellten Informationen gibt es nicht, Kopfhöreranschlüsse sind noch nicht realisiert. Aus Sicht der Betroffenen müssen die Hersteller der gezeigten Geräte noch einiges tun, um ihre Produkte wirklich barrierefrei zu machen. Joachim Klinger hat jetzt einige gute Ideen im Koffer, die er weitergeben kann.
Martin Haug

2025 06 06 EC Zahlgert Vorfhrung

Bildbeschreibung: der vollbesetzte Vortragsraum im Beratungshäusle, Foto: privat

2025 06 06 EC Zahlgert Silikonauflage Tastatur

Bildbeschreibung: EC-Zahlgerät-Silikonauflage mit Tastatur, Foto: privat

2025 06 06 EC Zahlgeraet Tastatur

Bildbeschreibung: EC-Zahlgerät mit Tastatur, Foto: privat

 – Sehbehinderte und Sehende Tritt für Tritt gemeinsam unterwegs
Vom 4. bis 8. Juli 2025 erlebten 14 sehbehinderte und sehende Tandemfreunde des BSV Heilbronn eine erlebnisreiche Tour rund um Ulm herum. Bereits die Anreise war ein Abenteuer: Die dreirädrigen Tandems wurden wie alla Tetris kunstvoll auf einem Autoanhänger verstaut, während die Teilnehmer irgendwann auch mit der Bahn in Merklingen ankamen. Dort folgte der Wechsel auf die Drahtesel und eine erste kurze Ausfahrt zum Dreh- und Angelpunkt der Reise, das Hotel Feyrer in Senden.
Am zweiten Tag radelten die Teams entlang der Riß, mit einer genussvollen Eis-Pause in Laupheim und einem erfrischenden Bad im See bei Erbach. Am dritten Tag ging es über Leipheim zur Roth – spontan wurde die Etappe demokratisch bis Günzburg verlängert. Nach einer kurzen Einkehr ging's an der Donau flussaufwärts zum Ulmer Münster, bevor das Pfannkuchenhaus im Fischerviertel die Rückfahrt versüßte.
Der vierte Tag führte südwärts an der Iller entlang und über die Roth zurück. Ein kurzer Regenschauer konnte der Stimmung nichts anhaben – getrocknet wurde später bei zünftigem Essen im Barfüßer in Weißenhorn. Eine letzte Etappe führte am Dienstag zunächst nach Ulm und dann an der glasklaren Blau entlang über Blaustein zum märchenhaft blauen Blautopf. Nach der Rückfahrt endete die Mehrtagestour mit insgesamt 330 km für die Teilnehmer und brachte alle mit der Bahn zurück in die Heimat.
Was nachhallt, sind vielseitige Eindrücke (nicht nur die am Hintern) voller Begegnung und Teamgeist.
Rene Grözinger, Tandempilot

2025 07 06 Tandemausfahrt Ulm

2025 07 05 Tandemausfahrt Ulm 2

Bildbeschreibungen: einmal die Tandemgruppe vor dem Ulmer Münster und dann die Gruppe in einer Fußgängerzone; Fotos: privat

Samstag, 26. April, 9:30 Uhr: Die Bike-Teams werden zusammengestellt. Dann fahren die Piloten die Bikes aus der Garage, überprüfen den Druck der Reifen und den Ladestand der Akkus, stellen Lenker und Sitze nach ihren Bedürfnissen ein und bringen ihre Fahrzeuge in Startposition. Kurz nach 10 Uhr bewegen sich die sechs Tandems vom BSV-Beratungshäusle am Böckinger Sonnenbrunnen aus hinüber zum Neckar. Dort geht es auf dem Uferweg zunächst nach Neckarsulm und von dort entlang der Sulm über Binswangen und Erlenbach, vorbei am Töpferhaus Hasenmühle, bis nach Willsbach.
Nach zwei Stunden Fahrt wird dort im TSV-Sportheim gerastet.
Und weiter gehts nach Affaltrach und hinüber zum Breitenauer See. Der See wird auf dem Uferweg umfahren. Die ruhige Wasserfläche, darauf Surfbretter und Segelboote, Frühlingsblumen und blühende Bäume auf den Uferwiesen, das bunte Treiben auf dem Uferweg... - heute haben die Piloten ihren seheingeschränkten Copiloten viele Seheindrücke zu beschreiben.
Die Fahrt geht zurück, die Sulm entlang, ins Neckartal. Jetzt geht es flussaufwärts - was niemand spürt - zurück zum Beratungshäusle. Ankunft ist um 16:00 Uhr und 52 Kilometer sind geschafft.

2025 04 26 Tandemstart am Beratungshusle

2025 04 26 Tandempause

Bildbeschreibungen: letzte Handgrippe an den Tandems vor dem Beratungshäusle am Sonnenbrunnen; eine Pause auf einem Weg mit der Gruppe, links eine kleine Mauer, Rechts ein grünes Feld; Fotos: privat

Martin Haug

Am Samstag, den 19. Juli, organisierte die Selbsthilfestelle der AOK Heilbronn-Franken in Kooperation mit der Paritätischen Geschäftsstelle Heilbronn, den großen Selbsthilfe-Aktionstag.
Mit dabei waren die Inklusions- und Behindertenbeauftragten von Stadt- und Landkreis Heilbronn sowie 28 Gruppen und 13 Netzwerkpartner.
Der Heilbronner Blinden- und Sehbehindertenverband präsentierte sich mit einem Infostand und forderte die Interessierten zu einem Blindentischtennis-Match heraus.
Die zentrale Botschaft dieses Tages ist: Niemand ist allein!

2025 07 19 Selbsthilfe Aktionstag Showdowntisch
Bildbeschreibung: Die Showdownplatte auf dem Killiansplatz unter einem blauen Pavillon mit zwei Spielern, zwei Zuschauern und ein Hund hat es sich unter der Platte bequem gemacht. Foto: privat

Elisabeth Heiler

Es regnet am Samstag, 2. Mai 2025, zur vereinbarten Treffzeit am Tandemstandort in Böckingen!
Der Start der ersten BSV-Mai-Ausfahrt verzögert sich. Nur fünf wetterfeste Radler waren zum Beratungshäusle am Sonnenbrunnen gekommen. Jetzt beraten sie, ob sich ein Start überhaupt lohnt. Der Wettergott hilft nach! Der Regen hört auf. Schnell rauf auf die Bikes! Und schon setzen sich zwei Tandems in Bewegung, eines besetzt mit Pilot und Copilotin, das andere mit Pilot und zwei Copiloten.
Die Fahrt geht hinüber zum Ziegeleipark und ein Stück auf dem Mostbirnenweg - einem 2019 angelegten Naturerlebnispfad - hinüber nach Klingenberg, Nordheim nach Nordhausen. Der Weg, bisher eher hügelig, steigt jetzt steil an zum Waldparkplatz beim Aspen. Hier wird kurz gerastet. Ullrich, Pilot des Doppelsitzers, erläutert den sehgeschädigten Copiloten das Panorama: Dür-renzimmern, Nordhausen und Nordheim unten im Tal. Links drüben der Heuchelberg mit dem Turm. Drüben im Osten der Heilbronner Wald mit Wartberg, dem Weinsberger Sattel, dann der Schweinsbergturm; dahinter die Löwensteiner Berge mit den Windrädern. Weiter südlich der Wunnenstein und noch weiter südlich sieht man bis zum Stuttgarter Fernsehturm.
Die Fahrt geht weiter auf dem Hörnle-Randweg, dann hinunter nach Neipperg und schon wieder in östlicher Richtung zum Spargelbesen zur Mittagsrast.
Danach geht es auf Weinbergwegen vorbei an Dürrenzimmern nach Nordheim, von dort auf dem Radweg zwischen Bahndamm und Neckar zurück nach Böckingen ins Beratungshäusle. Die Tour war nur gute 40 Kilometer lang, für das Team waren die Eindrücke gigantisch schön.
Martin Haug

Am Heilbronner Bahnhofsvorplatz kennt er sich aus. Als ehrenamtlicher Experte für Barrierefreiheit war Wolfgang Heiler, Leiter der Heilbronner Bezirksgruppe des BSV Württemberg, schon in die Planungsphase zur Neugestaltung des Platzes einbezogen.
Jetzt, kurz vor dessen Fertigstellung, führt er am Tag der Sehbehinderung 2025, eine Gruppe sehgeschädigter Menschen und deren Begleitpersonen entlang des Bodenleitsystems zu den wichtigsten Stellen des Platzes. Beim Gehen pendelt Heiler mit seinen Blindenlangstock über die gerippten Leitlinien am Boden, stoppt auf einem genoppten Aufmerksamkeitsfeld, erkundet mit dem Stock die Umgebung, erspürt an der Anordnung der Indikatoren einen Gleisübergang, findet den Mast mit dem Taster der Signalanlage, betätigt diesen, ertastet die Vibrationsplatte an der Oberseite des Geräts und überquert dann die Gleise. So geht es weiter zu den Bahnsteigen der Stadtbahnen, zu den sprechenden Informationssäulen, danach über weitere Gleis- und Straßenquerungen, zu den Haltestellen der Stadtbusse und deren Einstiegspunkten für blinde Fahrgäste.
Heiler erzählt und führt vor. Er lässt seinen Zuhörern aber auch genügend Zeit um selber auszuprobieren. Seinen blinden Begleitern macht er so Mut, sich später alleine ins Gewühl des Bahnhofvorplatzes zu wagen.

2025 06 06 HN Bahnhofsvorplatz Einweisung

2025 06 06 HN Bahnhofsvorplatz Einweisung 2

Bilder: die Gruppe an Querungen mit Leitlinien und Aufmerksamkeitsfeld, es gibt die Möglichkeit sich unter ein Glasdach unterzustellen; Fotos: privat

Martin Haug

Am Donnerstag, den 24. April 2025, um 12:06 Uhr startete die Regionalgruppe ihren diesjährigen Frühjahrsausflug mit dem Regionalzug nach Sinsheim. Dort stiegen wir um in den Regionalbus und fuhren damit direkt vor die Türen der Klimaarena. Nachdem wir nach einem herzlichen Empfang unsere Rucksäcke und Jacken in dort vorhandenen Schließfächern verstauten, konnte unsere Führung beginnen. Obwohl die Klimaarena vermehrt auf visuelle Wahrnehmungen ausgerichtet ist, gestaltete sich unsere Führung recht interessant, wissenswert und informativ. Wir erfuhren so einiges über die Zusammenhänge von Klimawandel, Ökologie, Wirtschaft, Ernährung und unser Verhalten im Umgang mit den Ressourcen unserer Mutter Erde. Zum Abschluss machten wir in der Gletscherhöhle mit einem kleinen Filmbeitrag eine Zeitreise in die Zukunft. Uns wurde veranschaulicht, wie sich die Regenwälder im Amazonas-Gebiet in den Jahren verändert haben und landeten zuletzt in überfluteten Teilen von Amerika. Glücklicherweise kamen wir dennoch wieder zurück in die Gegenwart. Am Ende einer recht gelungenen Führung wurden wir noch recht herzlich begrüßt und verabschiedet vom Museumsleiter höchstpersönlich. Die Gegenwart haben wir dann noch schnell mit einem Gruppenfoto vor der Klimaarena festgehalten. Foto: privat

2025 04 24 Gruppe vor der Klimaarena

Mit dem einen oder anderen Gedanken im Gepäck, welchen Lebensraum wir unseren Nachkommen hinterlassen wollen, starteten wir dann die Heimreise zuerst mit Regionalbus und dann mit der S-Bahn zurück nach Heilbronn, wo wir den Heimatbahnhof so gegen 18:00 Uhr wieder erreichten. Im Großen und Ganzen war es ein schöner, gelungener, wissenswerter und zum Nachdenken anregender Ausflug, den wir gerne einmal in ähnlicher Art und Weise wiederholen könnten.
Cornelia Tomaszewski

Zu ihrer ersten Ausfahrt in der neuen Bike-Saison waren die BSV-Radler am 5. April kurz nach 10:00 Uhr endlich wieder auf der Piste. Fünf Piloten steuerten die Bikes, fünf blinde bzw. seheingeschränkte Stalker sorgten von den hinteren Sitzen aus für zusätzlichen „Dampf“.
Vom BSV-Beratungshäusle aus ging die Fahrt zunächst entlang der S-Bahnlinie nach Leingarten, von dort durch das Industriegebiet und über die Hügel beim Taschenwald zur Annalinde bei Kirchhausen. Nach einem kurzen Halt und einem Umfassen des mächtigen Stamms - dafür waren sieben Radler notwendig - die Weiterfahrt über Kirchhausen, Bad Rappenau, durchs Fünfmühlental zur Mittagsrast im Garten der Siegelsbacher Mühle.
Die Abfahrt auf der L588 nach Heinsheim und ins Neckartal war ein echter Genuss. Entlang des Neckars gings zurück, vorbei an Bad Wimpfen und Neckarsulm zum Beratungshäusle in Böckingen. Dort hatten die Räder 50 Kilometer mehr auf den Tachos und die Biker in den Beinen.

2025 04 05 Tandemausfahrt

Bildbeschreibung: Annalinde beim Hipfelhof, sieben Radler messen den Umfang des Baumes; Foto: privat

Autor Martin Haug

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr gerne möchten wir Sie auf diesem Weg zu den Aktionen unserer Bezirksgruppe Heilbronn zum bundesweiten Tag der Sehbehinderung am 6. Juni 2025 einladen.

Tag der Sehbehinderung am 6. Juni 2025 * * * Kommen Sie mit uns ins Gespräch
Vormittags Einweisung in die barrierefreie Bedienung von EC-Bezahlgeräte
Nachmittags Begehung des neugestalteten Heilbronner Bahnhofsvorplatzes

Im Alltag ist es bereits schon länger unumgänglich, dass in Gaststätten, Kaufhäusern oder im Einzelhandel mit der EC-Karte an einem elektronischen Zahlgerät bezahlt werden muss. Entweder man hat nicht ausreichend Bargeld dabei oder es kann ausschließlich mit EC-Karte bezahlt werden.
Dies war und ist für Menschen mit Seheinschränkung oder Erblindung nicht selbständig möglich, besonders bei Geräten mit Touchscreen, da es auf dem markierungslosen Feld, keine Orientierung gibt.
„Ich musste in diesen Fällen immer meine Geheimzahl an eine Person weitergeben, welche diese dann eingegeben hat, verrät Wolfgang Heiler, Bezirksgruppenleiter des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Württemberg, Bezirksgruppe Heilbronn. „Das hinterlässt immer ein Gefühl der Hilflosigkeit und des ausgeliefert seins, die Geheimzahl könnte danach auch mal missbraucht werden“, fügt Herr Heiler an.
In den vergangenen Jahren hat sich die Nutzung von Touchscreens in Deutschland rasant entwickelt. Von der Selbstbedienungskasse über die PIN-Eingabe im Taxi bis zur Bestellung im Fastfood-Restaurant – die Berührbildschirme sind allgegenwärtig und oft der einzige Zugang zu Informationen und Dienstleistungen. Leider wird beim Siegeszug der Touchscreens viel zu oft die Barrierefreiheit vergessen, so dass sie von Menschen mit Seheinschränkung nicht genutzt werden können. Zukünftig müssen all diese digitalen Angebote auch von Menschen mit Seheinschränkung selbständig auffindbar, bedienbar und nutzbar sein, ganz ohne fremde Hilfe.
Wolfgang Heiler betont: „Das freut uns sehr, dass wir endlich ein weiteres Stück der Gleichbehandlung im digitalen Zeitalter wahrnehmen können!“
Am Tag der Sehbehinderung besteht die Möglichkeit im
Beratungshäusle am Sonnenbrunnen
Karl-Anspach-Weg 1
74080 Heilbronn
von 10:00 – 11:30 Uhr
die praktische Handhabung mit einem modernen Zahlgerät kennenzulernen. Alle Interessierten, egal ob Besitzer von Zahlgeräten oder die Nutzer, werden dazu eingeladen. Kommen Sie, testen Sie die barrierefreie Handhabung und diskutieren Sie mit uns, wo es noch gleichartige Alltagshürden gibt, die Menschen mit Seheinschränkung benachteiligen. Der Hintergrund der Aktion ist: Digitale Produkte und Dienstleistungen - darunter Webseiten, Online-Shops, Geldautomaten und E-Books – müssen ab Juni 2025 barrierefrei nutzbar und bedienbar sein. Ziel des neuen Gesetzes ist es, allen Menschen gleichberechtigten Zugang zu digitalen Angeboten zu ermöglichen.

Am Nachmittag des 6. Juni wird der Blinden- und Sehbehindertenverband, Bezirksgruppe Heilbronn, ab 14:00 Uhr allen Interessierten eine konkrete Nutzereinweisung des neugestalteten Bahnhofsvorplatzes am Heilbronner Bahnhof geben. Welche Orientierungsmöglichkeiten gibt es und wie können diese genutzt werden, damit Menschen mit Seheinschränkung oder Erblindung, sich auf dem Bahnhofsvorplatz selbständig zielsicher bewegen und orientieren können.

Kommen Sie doch einfach in Heilbronn vorbei!

Heilbronn, 4. Juni 2025

Zum wiederholten Male bot die Bezirksgruppe Heilbronn ihren Mitgliedern, Begleitpersonen und den ehrenamtlichen Freunden an, sich zum Herbstfest im Beratungshäusle einzufinden. Nachdem am Vormittag alles vorbereitet, noch ein Zelt wegen der unstabilen Witterung aufgebaut wurde, konnten die Gäste ab 12:00 Uhr am Samstag, 17. September, eintreffen.
Neben dem leckeren Zwiebel- und Kartoffelkuchen, gab es Wurstsalat, Brezeln und gespendeten süßen Kuchen für den Nachmittag. Dazu durfte natürlich ein neuer „Süßer“, frischgepresster Samtrot und schon etwas prickelnder Grauburgunder, nicht fehlen.
Zusätzlich konnte an diesem Tage das schnurlose Festnetztelefon von Dosch und Amandt ausprobiert werden. Ein völlig barrierefreies Telefon, jedoch erst nach der vollkommenen Installation und Speicherung aller Kontaktdaten über den PC.
Trotz der zwischenzeitlichen extremen Witterung - es regnete stark, darunter waren auch gefrorene Körner - konnte dies die Stimmung nicht trüben.
Ein wunderbarer Tag in geselliger Runde ging am Abend zu Ende. Viele Hände halfen mit, alles wieder aufzuräumen.

Heiler BGL
Historische

Am Samstag, 21. Dezember, durften einige Mitglieder der Bezirksgruppe Heilbronn die Theateraufführung „Die Schneekönigin“ besuchen. Um die Handlung besser zu verstehen und um sich die Schauspieler vorstellen zu können, lud die Theaterpädagogin Frau Simone Endres in die „Boxx“ ein. Um 16:00 Uhr konnten sich die Personen mit Seheinschränkung in aller Ruhe auf das schöne Schauspiel vorbereiten. Frau Endres brachte einige Requisiten mit und ließ diese mit ihrer dazugehörigen Beschreibung durch die Runde gehen.
2024 12 21 Theater Einfhrung
Bildbeschreibung: Simone Endres bei der Einführung mit Requisiten in den Abteilungen Maske, Kostüm und Technik, umringt von Menschen mit Sehbehinderung; Foto: private Aufnahme
Die Aufführung an diesem Nachmittag wurde vom Rotary-Club finanziert, um Menschen mit geringem Einkommen oder ehrenamtlichem Engagement einen Besuch zu ermöglichen. Nach der fesselnden Aufführung waren sich die Besu-cher einig, dass es ein wunderschönes Geschenk zu Weihnachten war. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die verantwortlichen Personen.

Wolfgang Heiler, Bezirksgruppenleiter

Im Rahmen einer stimmungsvollen Weihnachtsfeier trafen sich am Samstag, 14. Dezember Blinde, Sehbehinderte, Begleiter, ehrenamtliche Helfer, Tandempiloten sowie der Baubürgermeister der Stadt Heilbronn, Andreas Ringle. Die rund 85 Personen durften sich im Heinrich-Fries-Haus bei Kaffee und Kuchen auf die Weihnachtszeit einstimmen. Pfarrer im Ruhestand, Herr Horst-Werner Neeth, bereicherte die Veranstaltung mit einem Impulsvortrag. Musikalisch wurde die Weihnachtsfeier von Familie Piatschek gestaltet. Der Bezirksgruppenleiter der Bezirksgruppe Heilbronn, Wolfgang Heiler, freute sich sehr über die Anwesenheit der Ehrenvorsitzenden Angelika Moser.
Höhepunkt der Feier war die Ehrung langjähriger Mitglieder, die zwischen 25 und 40 Jahre dem Verband die Treue hielten. Jedes zu ehrende Mitglied konnte sich kurz vorstellen und aus den zurückliegenden Jahren erzählen.
Der Bezirksgruppenleiter überreichte ein kleines Geschenk und eine Urkunde.
2024 12 14 Jahresabschluss Ehrung
Bildbeschreibung: von links: Wolfgang Heiler, Julius Krämer, Resi Heimpold und Michael Scharch; im Hintergrund steht das Rollup der Bezirksgruppe Heilbronn; Foto: privat
Die Anwesenden sangen einige Weihnachtslieder, die am Klavier begleitet wurden. Wolfgang Heiler dankte allen für die Unterstützung im vergangenen Jahr und stimmte mit einem kleinen Ausblick auf das kommende Jahr ein.
Mit guten Wünschen für das neue Jahr beendete er die Veranstaltung und wünschte allen Anwesenden einen guten Heimweg.

Heilbronn, den 27.12.2024 Heiler BGL

In der Woche des Sehens bot der Blinden- und Sehbehindertenverband Württemberg in Heilbronn am 12. Oktober im Beratungshäusle am Sonnenbrunnen eine Informationsveranstaltung an.
Zahlreiche Interessierte und Sehbehinderte besuchten den Vortrag von Herrn Wolfgang Luxenhofer von der Firma Help Tech. Er stellte die verschiedensten Lupen, Lesegeräte, Vorlesegeräte, Orcam und den Daisyplayer vor.
Anschließend bestand die Möglichkeit für intensive Einzelberatungen.
Nach einer kurzen Pause stellte sich der Rehalehrer Chris Liske für den Bereich Orientierung und Mobilität vor. Einen Schwerpunkt legte er auf die Beantragung der Schulung und den Umgang von sehenden Angehörigen mit den Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung.
Danach konnten im engen Umfeld praktische Beispiele im öffentlichen Verkehrsraum wie akustische Ampeln, Fahrgastinfosäulen an der Haltestelle für den ÖPNV und die jeweils eingebauten Bodenindikatoren ausprobiert werden.
Fragen zu Alltagshilfsmitteln und Einzelberatungen konnten über den kompletten Zeitraum in Anspruch genommen werden.

E. und W. Heiler

Der Blinden- und Sehbehindertenverband Heilbronn fuhr am 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit) in die Großgemeinde Obersulm.
Obersulm besteht aus sechs Teilgemeinden mit zirka 14.000 Einwohnern auf 31 km². In allen Gemeindeteilen beherrscht der Weinbau das Landschaftsbild.
Traditionell trifft sich die Gruppe jährlich an diesem Tag, um eine der Landkreiskommunen kennenzulernen. Aus den verschiedenen Bereichen des Landkreises kamen die 24 Teilnehmer mit drei Kleinbussen zum Bahnhof Willsbach angefahren. Herr Siller, ehemaliger Leiter des Ordnungsamtes, führte die Gruppe durch den Tag.
Bei Nieselregen erfolgte die Führung durch den jüdischen Friedhof außerhalb von Affaltrach. Die Zuhörer erfuhren viel Interessantes über die Sitten und Gebräuche der Beisetzung. Anschließend, nach kurzem Fahrweg, wurde die Synagoge im Ortskern Affaltrach besichtigt. Herr Weber führte die Gruppe in die Abläufe des jüdischen Glaubens ein. Im renovierten Gebäude konnten der Gebetsraum mit Gebetsrolle (Tora), die Klassenzimmer und das rituelle Tauchbad „Mikwe“ besichtigt und ertastet werden.
Sichtlich bewegt und beeindruckt verließen die Besucher das Museum.
Zur Stärkung des leiblichen Wohls führte nun die Fahrt mit den Kleinbussen zur Sportgaststätte nach Willsbach.
Herr Siller nahm anschließend die Gruppe mit zum Teilort Sülzbach, um die evangelische „Mutterkirche“ aus dem 12. Jahrhundert des Sulmtals vorzustellen.
Besonderes Highlight war die musikalische Einlage von Herrn Harald Löw mit einer Querflöte. Im historischen Ortskern zeigte Herr Siller ein besonderes Gebäude mit einem Doppelgiebel, das heißt, die dritte Traufe verläuft mittig im Gebäude.
Drum herum sind noch einige sehr gut erhaltene und renovierte Fachwerkhäuser zu sehen.
In der Bäckerei „Trunk“ schloss die Gruppe den Tag mit Kaffee und Kuchen ab.

E. und W. Heiler

Im Verlauf der Jahreshauptversammlung des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Württemberg e.V., Bezirksgruppe Heilbronn, am Samstag, 22. Februar 2025 fanden Nachwahlen für das Führungsgremium statt.
Zur Mitte der Wahlperiode konnten einige unbesetzte Vertreterstellen neu besetzt werden.
Es wurden neu gewählt:
Martin Haug als stellvertretender Bezirksgruppenleiter
Birgit Schall-Röhrich als Delegierte
Iris Zipprian, Heidemarie Mayer, Conny Tomaszewski und Angelika Moser in den Beirat.
2025 02 22 Gruppenfoto Gewhlte
Bildbeschreibung: Gruppenfoto mit den neu gewählten, im Hintergrund das Rollup des BSVW, Bezirksgruppe Heilbronn, Foto:privat
Wolfgang Heiler bedankte sich bei seinem langjährigen stellvertretenden Bezirksgruppenleiter Michael Scharch für die gute Zusammenarbeit in den verschiedensten Bereichen.
2025 02 22 Scharch Verabschiedung
Bildbeschreibung: Wolfgang Heiler und Michael Scharch beim Händeschütteln, im Hintergrund das Rollup des BSVW, Bezirksgruppe Heilbronn, Foto: privat
Zu Beginn der Jahreshauptversammlung wurde den 54 Anwesenden ein Rückblick auf das vergangene Jahr aus der Bezirksgruppe Heilbronn vorgetragen.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen, konnte ein Ausblick auf die Vorhaben und Veranstaltungen im Jahr 2025, vorgestellt werden.

Wolfgang Heiler BGL

der Bezirksgruppe Heilbronn des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Württemberg e.V.

Gegen 9:30 Uhr trafen sich die Wanderinteressierten mit Sehbehinderung, Erblindung und deren Begleitpersonen am Heilbronner Bahnhof. Kurzweilig war die Fahrt mit der Stadtbahn nach Schwaigern/ Württemberg Bahnhof. Dort kamen noch einige Mitwanderer hinzu. Harald Sauter begrüßte alle Teilnehmer und leitete die Gruppe zum Ausgangspunkt des Planetenweges.

Planetenweg Schwaigern
der Planetenweg beginnt direkt an der S-Bahn Haltestelle Schwaigern Bahnhof.
Entlang der Strecke des Planetenwegs wird ein verkleinertes, maßstabgerechtes Modell des Sonnensystems abgebildet. Somit wird die enorme Entfernung im Sonnensystem visualisiert und greifbar gemacht, zudem wird mittels Informationstafeln astronomisches Wissen rund um unser Sonnensystem vermittelt.
Auf der 600 Meter langen Strecke werden im Maßstab von 1:7 Milliarden die Entfernungen der Planeten zwischen Sonne und Neptun verdeutlicht. Die Planeten selbst sind im Maßstab 1:700 Millionen konstruiert, um sie besser darstellen zu können. Die unterschiedlichen Maßstäbe erlauben es, sowohl die proportionalen Abstände der Planeten im Sonnensystem auf einem Blick zu sehen, sowie zeitgleich auch die unterschiedlichen proportionalen Größen der Planeten zueinander.
Aktuell besteht der Planetenweg aus zehn Stationen.
Ausgangspunkt ist die Sonne, 7,7 Meter weiter folgt der Merkur. Nach 14,4 Meter ist die Venus platziert, nach 20 Metern kommt das Erde-Mond-System und danach mit einem Abstand von 30,4 Meter der Mars.
Bei 103,7 Meter befindet sich der Jupiter und nach 191,1 Meter folgt der Saturn. Nach fast dem doppelten Abstand (382,9 Meter) kommt der Uranus und nach 599,3 Meter bildet Neptun den Abschluss.
(Quelle: Internetseite Planetenweg Schwaigern)

Eselsbrücke zur Reihenfolge der Planeten unseres Sonnensystems: Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel.

Nachdem alle die Modelle an den Stationen ertastet, den Erläuterungen gelauscht und den Planetenweg zurückgelegt hatten, begann die Rundwanderweg.
Dieser führte die Wanderer zuerst in südwestliche Richtung. Im weiten Bogen dann in nördliche und zur Stadt Schwaigern in östlicher Richtung zurück.
Nach den 8 km freuten sich alle Teilnehmer, als die Gaststätte „Linde“ erreicht war.
Bei einem wohlverdienten Essen fand sich die Wandergruppe in geselliger Runde zusammen.

Gruppe der Wanderer

Bildbeschreibung: Wandergruppe beim Startpunkt des Planetenweges, Foto: privat

Wegweiser Planetenweg Schwaigern

Bildbeschreibung: Wegweiser Planetenweg Schwaigern: auf einer halbrunden, am Boden befestigten Platte ist ein sanfter Grashügel abgebildet auf dem ein Junge und ein Mädchen aneinandergelehnt sitzen und in den Sternenhimmel schauen. Der Junge zeigt auf einen Stern. Rechts steht in Großbuchstaben: PLANETENWEG SCHWAIGERN, im Hintergrund sind schneebedeckte Felder und der Weg zu sehen. Foto: privat

Am Samstag, 22. Juni 2024 reisten die Teilnehmer der „Heilbronner Woche“ mit dem ÖPNV über Stuttgart und Singen an den Bodensee. Für die kommenden sechs Tage war der Landgasthof „Zum Sternen“ in Bankholzen, auf der Halbinsel Höri gelegen, das Feriendomizil.
Nach einem ersten gemütlichen Abendessen machte sich die Gruppe auf in die nahegelegene Torkel, einem ehemaligen Keltergebäude. Unter dem Motto „Männer und Tenöre“ unterhielten die Comedian Harmonists vom Bodensee die Gäste.
Am Sonntag führte der Weg nach Salem zum Affenberg.
Die Storchenkolonie mit rund 50 freifliegenden Weißstorchenpaaren und die zirka 200 Berberaffen konnten hautnah beobachtet werden und luden zum Verweilen ein.
Wiederum mit dem ÖPNV traf die Freizeitgruppe am Montagvormittag auf der Insel Reichenau ein. Nach einem Spaziergang und der Mittagsrast im Inselglück“ stand eine Führung unter dem Thema „Gemüse und Wein“ auf dem Programm. Frau Ehestädt-Huber informierte über die geschichtliche Entwicklung des Wein- und Gemüseanbaues, abgerundet mit kleinen Anekdoten, einer Gewächshausbesichtigung, Gemüsesnack und Weinverkostung.

2024 Bezirksgruppenfreizeit am Bodensee
Bildbeschreibung: Die Teilnehmenden vor der „Imperia“ des Künstlers Peter Lenk im Hafen Konstanz Die Imperia ist eine satirische Anspielung auf das Konzil von Konstanz (1414- 1418). Die Figur mit Kaiserkrone und Reichsapfel stellt die weltliche Macht, die kleine Figur mit der Papsttiara die kirchlichen Autoritäten dar und dreht sich innerhalb von vier Minuten einmal um die eigene Achse; Foto: privat

Eine Katamaran-Fahrt von Konstanz nach Friedrichshafen stand am Dienstag nach dem Frühstück auf dem Plan. Nach einem kleinen Spaziergang und der Mittagsrast im „Zeppelinrestaurant Friedrichshafen“ empfingen uns die Fremdenführerinnen. Ziel war das Schauhaus in der ehemaligen Werkssiedlung, der einen authentischen Erinnerungsort zum Leben der Arbeiter/innen zur Gründungszeit der Zeppelinindustrie vermittelt.
Ein heranziehendes Unwetter hielt die Gruppe davon ab am Mittwochvormittag nach Singen zu fahren und eine Stadtführung von Herzogin Hadwig von Schwaben zu genießen.
Alternativ fuhren die Teilnehmer nach Radolfzell zum Münster, besuchten den Markt oder unternahmen einen Spaziergang am See.
Nach der Mittagspause im Landgasthof traf sich die Gruppe wieder in der Torkel auf Einladung des Heimatvereins. Frau Müller und ihr Team, versorgten die interessierten Zuhörer mit Kaffee und Kuchen. Die Geschichte von Bankholzen und der Umgebung wurde sehr kurzweilig besonders auch in der Dialektsprache vorgetragen.
In der ehemaligen Apotheke in Radolfzell, dem Heimatmuseum informierte Frau Berl am Freitag über das Thema „Radolfzell und seine Teilgemeinden“. Traditionell stand eine Schifffahrt von Radolfzell als Rundfahrt auf dem Untersee am Nachmittag als letzter Programmpunkt an.
Bei herrlichem Ausflugswetter konnte jeder Teilnehmer auf seine Art die Zeit auf dem Wasser genießen.
Der Freitag stand ganz im Zeichen des Abschieds und der Rückreise nach Heilbronn. Da auf der Fahrtstrecke durch die Unwetter, Abschnitte nicht passierbar waren, musste die Gruppe über Umwege und mehrmalige Umstiege, eine verlängerte Heimreise „ertragen“.

Verfasser: Wolfgang Heiler

Am Samstagmorgen, den 27. April 2024, fanden sich am Beratungshäusle des Blinden- und Sehbehindertenverband Württemberg e.V. (BSVW) am Sonnenbrunnen, neben der gleichnamigen S-Bahnhaltestelle in Heilbronn/Böckingen, eine heterogen zusammengesetzte Gruppe von 16 Frauen und Männern ein, um gemeinsam eine Radtour in und um Heilbronn zu unternehmen.
Das Wetter zeigte sich zu diesem Zeitpunkt bereits von seiner besten Seite und die Prognose für den Tag war nach der langen Schlechtwetterperiode die Tage davor hervorragend, was sich am Ende auch zur Freude aller Radfahrer bewahrheitet hat.
Eine Hälfte der Teilnehmer hatte zum einen eine so starke Sehschwäche, welche es nicht mehr zulässt, selbständig und alleine auf einem herkömmlichen Fahrrad zu sitzen und dieses zu lenken oder ist zum anderen bereits vollständig erblindet, was eine normale Teilnahme am Straßenverkehr generell ausschließt. Sie wurden an diesem Tag kurz als „Copiloten“ bezeichnet.
Die andere Hälfte setzte sich aus ehrenamtlichen freiwilligen Radfahrern zusammen, eine große Zahl davon waren Mitarbeiter der Audi AG, welche einem internen Aufruf gefolgt waren. Ein Teilnehmer nahm sogar den langen Weg aus Ingolstadt auf sich. Sie wurden „Piloten“ genannt.
Zusammen konnte man für die gemeinsame Ausfahrt auf acht zweisitzige Fahrräder zurückgreifen, welche der Verein über viele Jahre selbstständig für sehr, sehr viel Geld erworben hat. Diese setzen sich aus verschiedenen Varianten und Bauweisen zusammen: drei herkömmliche Tandems so wie sie jeder im Kopf hat, scherzhaft „Bio-Bike“ bezeichnet, zwei E-Tandems, zwei Dreiräder mit elektrisch unterstütztem Hinterrad und mit lenkbarer Vorderachse mit zwei Vorderrädern, und – als wohl optisch kuriosestem wie spektakulärstem Gefährt - ein Doppelgespann mit 5 Rädern: eine lenkbare Vorderachse, eine zweirädrige Hinterachse mit E-Motor, dazu angekuppelt ein zweites „Dreirad“, bei dem das Vorderrad fehlt, da die Gabel lenkbar mit dem vorderen Dreirad verbunden ist, und eine nicht elektrifizierte Hinterachse mit zwei Rädern.
Alle Räder standen durch den unermüdlichen Einsatz eines weiteren Ehrenamtlichen Mitarbeiters des BSVW, welcher nicht an der Ausfahrt teilnahm, bereits beim Eintreffen der meisten Protagonisten in einem technisch bestens präparierten Zustand für den Einsatz bereit.
Die acht Fahrräder wurden dann anschließend auf die Copiloten und Piloten aufgeteilt und auf deren Körpermaße eingestellt. Die Piloten machten sich darüber hinaus in kurzen Vorversuchen auf dem Vorplatz und dem angrenzenden Radweg mit dem teilweise noch ungewohnten Gefährten vertraut.
Wolfgang Heiler, der vollständig erblindete Bezirksgruppenleiter der Bezirksgruppe Heilbronn (BG HN) und Ausrichter der Ausfahrt, wies alle Copiloten und Piloten im Anschluss auf die Besonderheiten der verschiedenen Fährräder und Gespanne ein und gab wichtige hilfreiche Tipps, z.B. dass eine gemeinsame Absprache der Piloten beim Anfahren mit den beiden E-Tandems wegen des unabhängigen Antriebs hilfreich ist, da die Pedale in der Regel nicht synchron wie bei den Bio-Bike Tandem stehen und damit nach dem Abstoßen die Gefahr bestünde, auf den ersten Metern ins Taumeln zu geraten.
Zudem erklärte sich im Vorfeld noch ein Pilot bereit, die gesamte Gruppe anzuführen und zu leiten.
Nach der Aufstellung vor der seitlichen Fassade des Bahnwärterhäusles für mehrere obligatorischen Gruppenfotos ging es dann auch endlich los.

2024 Tandemausfahrt mit Audi
Bildbeschreibung: Gruppenfoto: die behelmten Piloten (Mitarbeiter der Audi AG) und Copiloten (Mitglieder der BG HN) mit den Rädern; rechts im Hintergrund ein Teil des Beratungshäusles Sonnenbrunnen, Foto: privat

Die Fahrt führte zunächst durch Böckingen über die Heckenstraße und Bruhweg an vielen gelbblühenden Rapsfeldern und saftig grünen Wiesen vorbei in Richtung Leingarten. Die Piloten beschrieben den sehbeeinträchtigten wie blinden Copiloten die Umgebung, um diese nicht nur mit ihrem Geruchs-, Hör- und Tastsinn teilhaben zu lassen. Die Route führte dann etwas unbeabsichtigt nach Leingarten hinein statt vorbei, wo durch den starken Verkehr die Gruppe in zwei Teile getrennt wurde. Nach Kommunikation per Mobilfunkgeräten fanden die Teilnehmer wieder nach einer kleinen Irrfahrt durch Leingarten zusammen, um sich dann mit vereinten Kräften und teilweise neu gemischten Paarungen über die ersten großen Hügel des Tages um den Heuchelberg zu wuchten.
Am Fuße des Heuchelberges in der wärmenden strahlenden Sonne ergab sich dann eine schöne Gelegenheit, ohne die übertönenden Geräusche der Stadt, dass sich die einzelnen Teilnehmer gegenseitig vorstellen konnten. Nach dieser ersten kleinen informativen Pause setzte sich der Tross weiter in Richtung Nordheim in Bewegung.
Die gesamte Tour erfolgte größtenteils über geteerte Flur- und Radwege. Nur wenn es nicht mehr zu vermeiden war, musste man auf die verkehrsreichen Straßen ausweichen. Beim Bremsen bzw. „Segeln“, also fahren ohne zu treten, erwies es sich für die Piloten als hilfreich bzw. notwendig, dies ihren sehbeeinträchtigten Partnern im Rücken mitzuteilen, damit zum einen nicht unnötig Kraft von den Copiloten verschwendet, zum anderen nicht „gegeneinander“ gearbeitet wird. Durch die Kraft der zwei Herzen auf den Rädern und der teilweisen E-Motor-Unterstützung wurde dem ständigen Auf und Ab der bisher bergigen Topographie doch sehr der Schrecken genommen.
Weiter führte der Weg dann bei angenehmen sommerlichen Temperaturen über die Orte Nordhausen, Dürrenzimmern, Brackenheim, zwischen Hausen an der Zaber und Meimsheim hindurch zum Zwischenziel Laufen am Neckar.
Im Ort zeigte es sich wieder, dass Städte nur bedingt für eine so große Fahrradgruppe geeignet sind. Umwege, Umleitungen und Baustellen gestalteten sich als Tortur für alle Gespanne. Aber nach diesen Hindernissen und den vielen Kilo- und Höhenmetern in der prallen Sonne fanden sich dann alle zur mittäglichen großen Pause beim Bioweingut Wörthmann ein. Für die große Gruppe wurden vom Wirt und seinem Personal extra weitere Stühle und Tische in den Außenbereich gestellt, so dass man das perfekte Wetter zur leiblichen Stärkung genießen konnte.
Nach der mehr als einstündigen Auszeit mit weiteren informativen, aufklärenden Gesprächen schwangen sich alle Radfahrer wieder geistig und körperlich gestärkt auf ihre „Doppelsitzer“, um nach der Überfahrt der Brücke in die Altstadt von Laufen diese in nördlicher Richtung am Neckar entlang zu verlassen. Der hervorragend ausgebaute flach verlaufende, nahezu geradlinigen Radweg in Richtung Heilbronn/Horkheim am östlichen Neckarufer an seinen sonnenlichtdurchtränkten Weinbergen lud unweigerlich im Gegensatz zum bisherigen grobwelligen Relief zum schnelleren Fahren ein. Die Tachonadel schwankte dabei lange Zeit ohne allzu große Anstrengungen um 25km/h. Unterbrochen wurde die schnelle Fahrt nur durch den Wechsel an das westliche Ufer bei Klingenberg.
Danach nahm der Tandem-Zug entlang der Bahnlinie in Richtung Böckingen wieder schnell an Fahrt auf. Nach kleinen Engstellen an der Brackenheimer Brücke Richtung Strombergstraße und am Bürgerhaus von Böckingen vorbei kam die 16-köpfige Radl-Truppe nach 45 Kilometern und 350 Höhenmetern wieder gesund und unfallfrei am Beratungshäusle des BSVW an.
Dort wartete auf alle Teilnehmer zum Abschluss der erfahrungs- und aufschlussreichen, gemeinschaftlichen wie sportlichen Radausfahrt eine Stärkung in Form von Kaffee und Kuchen, kalten Getränken und kühlem Bier, dankenswert vorbereitet von der Ehefrau des Bezirksgruppenleiters Wolfgang Heiler. Dieser bedankte sich am Ende bei allen Teilnehmern und gewann sicherlich neue Piloten für die in der Regel monatlich stattfinden Ausfahrten.

Christian Pfab, Bad Friedrichshall

Vom Freitag, 5. Juli bis Sonntag 7. Juli 2024 unternahm die Bezirksgruppe Heilbronn des BSV Württemberg dieses Jahr eine Tandemfreizeit in die Nordpfalz. Sieben Räder wurden mittels Lieferwagen und Anhänger von zwei ehrenamtlichen Piloten zur Unterkunft „Reckweilerhof“ in der Nordpfalz transportiert. Die restlichen Piloten und die Mitfahrer fuhren mit dem ÖPNV über Mannheim und Kaiserslautern zur Unterkunft.
Nach kurzer Abstimmung, dem Einstellen der Räder, konnte bereits zur ersten Tagesetappe gestartet werden. Diese führte durch das Lauter- und Glantal. Pünktlich zum Beginn des Europameisterschaftsspiel Spanien gegen Deutschland waren alle im Landgasthof eingetroffen. Nach dem Ende des Fußballspiels konnte beim reichhaltigen Abendmenü der Tag ausklingen und Kräfte für den nächsten Tag gesammelt werden.
Die Tagestour am Samstag führte die sechs Tandemräder und die Einzelfahrerin durch das Lauter-, Oder- und Glantal zurück zur Unterkunft.
Am Sonntag, führte die sogenannte „Königsetappe“ in Richtung Königsstein, die höchste Erhebung mit 568 Meter in der Nordpfalz.
Wohlbehalten, ohne Unfälle und Pannen, kamen die Teilnehmer am Sonntagabend wieder in Heilbronn und Umgebung an.
Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle den ehrenamtlichen Tandempiloten/ innen, die auch in den Zeitspannen ohne Räder, die Menschen mit Seheinschränkung oder Erblindung, umfänglich begleiteten.

Verfasser: Wolfgang Heiler

Am Mittwoch, 10. Juli veranstaltete die VDK das landesweite Fortbildungsseminar für Schwerbehindertenvertreter in der Heilbronner Harmonie.
Thema: Stärken und Vernetzen, Wissen inklusive!
Die Bezirksgruppe Heilbronn des BSV Württemberg e.V. hält zu diesem Termin immer in der Begleitausstellung im Foyer entsprechende Hilfsmittel und Broschüren bereit. Speziell wird auch ein Büroarbeitsplatz mit Screenreader und Braillezeile vorgehalten. Die Besucher informieren sich allgemein über unser Angebot für Menschen mit Seheinschränkung im Berufsleben. Es werden Fragen zum Bereich Brailleschrift oder Screenreader gestellt. Außerdem gilt es hier, die Netzwerkarbeit zu forcieren, damit übers Jahr auftretende Probleme auf kurzem Wege gelöst werden können.

Martin Haug und Wolfgang Heiler, Bezirksgruppe Heilbronn

Ab dem 9. Juni wird es auf der Schienenstrecke zwischen Eppingen und Heilbronn Hauptbahnhof eine zirka 6-monatige Vollsperrung geben.
Das heißt, zwischen den beiden Städten wird als Ersatz für den Regionalzug der DB ein Schienenersatzverkehr mit Bussen der DB angeboten.
In Eppingen fährt dieser Ersatzverkehr am Bahnhofsvorplatz am Ostausgang, auch barrierefrei erreichbar über den Ausgang im Westen, auf dem Gehweg nach rechts (Richtung Osten) abbiegen, der inneren Leitlinie folgen, diese biegt einmal nach links ab, kurz darauf wieder nach rechts, das Bahnhofsgebäude hat einen baulichen Versatz.
Sobald auf dem Gehweg die Bodenindikatoren wahrgenommen werden, eine 90 Grad-Drehung nach links machen bis zur Bordsteinkante, einige Meter nach rechts ist ein Einstiegsfeld angelegt.

Ab Eppingen erfolgt auch ein Ersatzverkehr der AVG für die Stadtbahnlinien. Dieser Ersatzverkehr der AVG startet in Eppingen östlich vom Bahnhofsgebäude und an der Insel 1.
Diese beiden Ersatzhaltestellen der AVG erreicht man, wenn man die Bahnsteige am westlichen Ausgang verlässt, auf dem Gehweg nach links abbiegt.
Auf dem Gehweg wird mittels Bodenindikatoren der Eingang der Behindertentoilette angezeigt. Weiter werden die Stellen angezeigt, an der man den Gehweg verlassen muss um auf die ÖPNV-Haltestelleninseln 1 – 5 zu gelangen.
Ebenso auf dem Gehweg wird ein Einstiegsfeld auffindbar sein, dort startet auch der Ersatzbusverkehr für die Stadtbahnen.

Die Bodenindikatoren sollen bis zum Start des Ersatzverkehr am 9.6.24 eingebaut sein!

Der Ersatzverkehr der DB (für den Regionalzug) und der AVG (für die Stadtbahn) endet in Heilbronn auf dem barrierefrei gestalteten ZOB in der westlichen Bahnhofstraße.
An diesem Mittelbahnsteig startet und beginnt auch der innerstädtische Stadtbusverkehr, der die Fahrgäste am Neckarturm, Am Rathaus und bis zur Ersatzhaltestelle auf den Platz vor der Harmonie bringt. Dort soll neben der Stadtbahnhaltestelle „Harmonie/ Moltkestraße, eine Übergangshaltestelle angelegt werden.

Von dort sind es kurze Wege zur Stadtbahnlinie S 41, S 42 und der S 4 in Richtung Öhringen.

Die Baustelle am Bahnhofsvorplatz beginnt mit etwas Verzögerung.
Dort sollen auf dem Vorplatz alle Einrichtungen des Schienenverkehrs abgerissen und erneuert bzw. erweitert werden.
Auch die Stadtbushaltestelle (stadtauswärts und stadteinwärts) werden von den Baumaßnahmen betroffen sein und zeitweise verlegt werden.

Sobald die Telefonnummer des Infotelefons bekannt ist, werden wir diese auch hier veröffentlichen.
Informationen über den Ersatzverkehr und die Fußwege zu den Ersatzhaltestellen wird es auch auf unserer Webseite unter www.bsv-hn.de geben.

In der „Corona-Zeit“ entstand die Idee, in Form von Telefonkonferenzen Kontakte zu pflegen, in Gemeinschaft Freude zu haben und der Vereinsamung vorzubeugen. Installiert haben sich in der Bezirksgruppe des Blindenverbandes Heilbronn 3 verschiedene Telefontreffs, die seither fester Bestandteil des Verbandslebens geworden sind: Das sind die Gleichgewichtsgymnastik, die Literaturstunde und die Spielegruppe.
Spiele am Telefon? Geht denn das? Ja, es geht! Der Spieletreff findet 14-tägig, etwa eine Stunde lang, statt. Die Gruppe ist offen für Jeden aus der Bezirksgruppe. Durchschnittlich 8 – 12 Teilnehmer treffen sich hier regelmäßig. Natürlich gibt es besondere Spielregeln. Es geht nicht um gewinnen, verlieren, rauswerfen oder Geschwindigkeit. In einer geordneten Reihenfolge kommen die Spieler dran und werden vom Spielleiter aufgerufen.
Und welche Spiele werden am Telefon gespielt?
Da gibt es sehr viele. Natürlich sind es solche bekannten Merk-Spiele wie „Ich packe meinen Koffer“ oder „Stadt-Land-Fluss“, aber auch Spiele zum Gedächtnistraining und zur Wortfindung. Die Vielfalt und Möglichkeiten sind sehr groß. Da werden einmal Wortsammlungen zu einzelnen Wörtern angelegt oder besondere Wortverbindungen gesucht. Da geht es ein anderes Mal um das Finden von Gegensätzen, Oberbegriffen, um Redewendungen und Sprichwörter. Sehr aufpassen müssen die Teilnehmer, wenn eingebaute Fehler zu erkennen sind oder einmal ein Wort in dem Satz fehlt und zu ergänzen ist. Thematisch spielen aber auch immer wieder die Jahreszeiten oder andere Höhepunkte im Jahr eine Rolle. Ergänzend gibt es kleine Quiz-Fragen mit regionalem Bezug, als auch mit gemischten Wissensfragen.
Nach zwei Jahren, mit der 50sten Jubiläumsausgabe, bestätigt sich, dass diese Spiele der Gruppe viel Freude bereiten und die Spieler/ innen miteinander ins Gespräch kommen und viel Lachen.

Johannes Stephan
Spielleiter Bezirksgruppe Heilbronn