Maitour zur Apfelkönigin
12. Mai 2026
Verfasst von Bernhard Weigand, Wanderführer
Gute Wetterbedingungen haben zehn Mitglieder des BSV und zwei weitere Gäste auf den Weg gebracht, an der Wanderung teilzunehmen. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln traf die Gruppe gegen 13:40 Uhr in Kaisersbach ein um sich dann auf den ca. 12 km langen Weg zu machen. Der Wanderführer des Schwäbischen Albvereins Ortsgruppe Beilstein, Bernhard Weigand, hatte die Route vorbereitet so dass man sich voll auf das Wandern konzentrieren konnte. Kaisersbach, einer von elf Teilorten von Beilstein, liegt auf ca. 370 m Höhe, ist einer der kleinen Teilorte und vermutlich um das Jahr 1100 entstanden.
Erklärtes erstes Ziel war die Apfelkönigin über Etzlenswenden welches über Feld- und Wiesenwege nach knapp einer Stunde erreicht war.
Vor ca. 24 Jahren wurde die Skulptur „Deutsche Apfelkönigin“ des Künstlers Peter Lenk auf einer Streuobstwiese oberhalb des Ortes aufgestellt. An einem Steilhang am Ortsende blickt die üppig geformte Frauenskulptur sinnend in die Landschaft.
Die Kunst von Peter Lenk gefällt nicht jedem: Seine Figuren sind oft unbekleidet und bieten meist einen ungeschönten Blick auf Körperformen oder -teile: Sie zielen meist auf Missstände in Politik und Wirtschaft und karikieren genüsslich die historische oder zeitgenössische (Polit-)Prominenz. Weiter bekannte Statuen sind in Lauffen am Neckar, in der Mitte eines Verkehrskreisels, Hölderlin im Kreisverkehr, sowie in der Hafeneinfahrt von Konstanz die Imperia.

Bildbeschreibung: Auf einer üppig-grünen Wiese steht die helle Steinskulptur „Deutsche Apfelkönigin“ des Künstlers Peter Lenk. Die knieende, nackte, weibliche Figur steht auf einer flachen Steinplatte. Sie hält die Arme hinter dem Kopf verschränkt. Der Kopf ist angedeutet, ohne erkennbare Gesichtszüge. Foto: privat
Weiter ging es, am Waldrand entlang und an Etzlenswenden vorbei, hinein in den Wald und über die „obere Rehsteige“ zum Tautzenbühl und dem zweiten Etappenziel, dem Anna-See. Der 1,0 ha große See liegt etwa drei Kilometer nordöstlich von Beilstein auf 376 m ü. NN im Beilsteiner Stadtwald, nahe dem Weiler Gagernberg. Der See wird insbesondere von der höhergelegenen Waldkuppe Tautzenbühl gespeist und natürlich durch den wasserundurchlässigen Lettenboden angestaut. Er entwässert über den etwa 1,0 km langen Annabach durch den Hangwald zum Söhlbach.
Nach einer angemessenen Pause wurde das letzte Teilstück angegangen, der Weg nach Beilstein. Zumeist durch Weinberge und dementsprechend befestigte Wege war es ein leichtes, das Ziel zu erreichen und bei der Schlusseinkehr im Lamm den Tag gebühren abzuschließen.

Bildbeschreibung: Eine Gruppe Menschen steht im hohen grünen Gras einer Wiese. Im Hintergrund stehen sattgrüne Büsche, darüber ein bewaldeter Hang. Die Personen tragen wetterfeste Kleidung, Mützen, Hüte und eine Person trägt einen Regenschirm. Der Wanderführer Bernhard Weigand, in der Bildmitte, erläutert mit erhobenem Arm die Szenerie. Foto: privat