2026 Mehr Mobilität!

Warum sind im Pflaster diese Bahnen aus gerillten Bodenplatten verlegt? Wozu braucht man die Platten mit den Noppen? Kann man am Langstock erkennen, ob ein Mensch blind oder „nur“ sehbehindert ist. Wie merkt ein blinder Mensch, ob eine Fußgängerampel grün oder rot anzeigt? Warum sind an Straßenüberquerungsstellen die Bordhöhen nicht durchweg auf Null abgesenkt? Diese und viele andere Fragen zur Mobilität sehgeschädigter Menschen, aber auch zum Leben mit Augenerkrankungen, zu Freizeitangeboten für Sehbehinderte und Blinde, zu Beratung und Hilfsmitteln beantworteten Mitglieder des Blinden und Sehbehindertenverband Württemberg e.V. am Infostand der Heilbronner Bezirksgruppe beim Heilbronner Nachhaltigkeits- und Mobilitätstag. Vieles konnte anhand der ausgelegten Muster, Beispielgeräte und Broschüren erläutert werden. Gezeigt wurde auch die kostenlos downloadbare App LOC.id, die blinde und sehbehinderte Menschen durch ein Bluetooth-basierendes Funksystem in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens unterstützen kann, wie beim Navigieren in Gebäuden, beim Erkennen einfahrender Busse an Haltestellen, beim Auffinden von Fußgängerampeln, aber auch beim Erkennen von Baustellen und anderen Hindernissen. Erfreulich ist, dass diese Technologie schon in vielen Städten zum Einsatz kommt.
Martin Haug

07.10.2026